VCS stellt Verkauf von Bahnbilletten ein
Aktualisiert

VCS stellt Verkauf von Bahnbilletten ein

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) fokussiert seine Bahndienstleistungen auf rentable Produkte und restrukturiert die Bahnabteilung.

Ab 2005 werden keine Bahnbillette mehr verkauft, wie der VCS am Dienstag mitteilte. Den Restrukturierungen fallen 7,4 Stellen zum Opfer, acht Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz.

Sinkende Margen, der Wegfall des Flexi-GA und das Bestreben der SBB, ihre Bahndienstleistungen zunehmend zu zentralisieren, hätten den VCS zu der Fokussierung seiner Dienstleistungen aufs Kerngeschäft gezwungen. Ab 2005 vertreibt die VCS-Bahnabteilung nur noch rentable und einfach zu erklärende Produkte wie Generalabonnemente (GA), Halbtax- und Streckenabonnements sowie Tages- und Mehrfahrtenkarten. Der Verkauf von Bahnbilletten wird eingestellt. Die Beratung und Abwicklung des Billettverkaufs mit vier verschiedenen Ticket-Systemen habe sich als zu aufwändig erwiesen und sei nicht zuletzt als Folge international sinkender Tarife und der Konkurrenz von Bahnreisen durch Billigflieger nicht mehr kostendeckend gewesen, begründet der VCS diesen Schritt. Weiter vertrieben wird hingegen die im laufenden Jahr eingeführte Duo-Tageskarte.

Im Zuge der Restrukturierungen werden in der VCS-Bahnabteilung am Hauptsitz Herzogenbuchsee 7,4 Stellen abgebaut. Acht Mitarbeitenden wird gekündigt. Für sie gilt ein grosszügiger Sozialplan und aktive Unterstützung bei der Stellensuche, wie der VCS schreibt. Künftig wird der Bahnbereich noch sechs Mitarbeitende beschäftigen, die sich in 3,5 Vollzeitstellen teilen. (dapd)

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