
Wer sich vegan ernährt, muss nicht auf leckere Mailänderli und andere Weihnachtsguetsli verzichten.
BackenVegane Guetsli – diese Rezepte müsst ihr kennen
Kein Ei, keine Milch, kein Problem. Mit diesen drei Guetslirezepten kann das vegane Backen beginnen.
- von
- Vanessa Vodermayer
Klassische Weihnachtsguetsli rufen Kindheitserinnerungen wach. Ein Nein kommt dabei nur ungern über die Lippen – zum Beispiel, wenn der Verzicht einer veganen Ernährung zugrunde liegt. Bevor das Süssgebäck jetzt zur unweihnachtlichen Grundsatzdiskussion wird, suchen wir nach offensichtlichen Lösungsansätzen: Richtig, Guetsli einfach selbst backen. Ihr bringt die Motivation, wir die Rezepte. In die Küche, fertig, los.
Engelsaugen
Zutaten:
250 g Mehl
100 g Zucker
160 g weiche Butter
2 EL Hafermilch
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt
120 g Himbeermarmelade
Puderzucker
So gehts:
Heize den Ofen auf 180 Grad Celsius vor.
Schlage die Butter mit dem Zucker cremig.
Füge dann, abgesehen von der Marmelade, die restlichen Zutaten hinzu und vermische alles, bis ein fester Teig entsteht.
Nimm einen halben Esslöffel vom Teig und rolle ihn zu einer kleinen Kugel. Das wiederholst du, bis kein Teig mehr übrig ist.
Lege ein Backpapier auf das Blech und verteile darauf die Kugeln.
Drücke mit dem Finger oder einem kleinen Löffel eine Kuhle in den Teig – aber nicht zu tief.
Fülle nun etwas Marmelade in die jeweiligen Kuhlen.
Stelle das Blech für zehn bis 13 Minuten in den Ofen, bis die Engelsaugen leicht golden sind.
Anschliessend abkühlen lassen und bei Bedarf mit Puderzucker bestäuben.

Mailänderli
Zutaten:
300 g Weizen- oder Dinkelmehl
100 g Puder- oder anderen Zucker
1 Beutel Vanillezucker
1 Prise Salz
200 g weiche vegane Butter
2 EL Zitronensaft
1 Prise Kurkuma
5 EL Sojaschlagcreme
So gehts:
Heize den Ofen auf 180 Grad Celsius vor.
Gib Mehl, Puderzucker, Vanillezucker und das Salz in eine grosse Schüssel.
Zerteile die vegane Butter in Würfel und füge sie gemeinsam mit dem Zitronensaft der Mischung zu.
Knete mit den Händen (oder einer Maschine) alles zu einem Teig.
Forme den fertigen Teig zu einer Kugel und stelle ihn für etwa eine Stunde in den Kühlschrank.
In der Zwischenzeit kannst du ein Backpapier aufs Blech legen und Arbeitsfläche sowie Wallholz mit Mehl bestäuben.
Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und rolle ihn aus.
Stich nun die einzelnen Guetsli mit einer Form deiner Wahl aus und lege sie aufs Blech.
Verrühre die Sojaschlagcreme mit der Kurkuma und bepinsle damit die Mailänderli.
Das Blech kommt anschliessend für zehn bis 15 Minuten in den Ofen, bis die Ränder der Guetsli angebräunt und knusprig aussehen.
Ist das der Fall: Das Blech aus dem Ofen holen und etwas stehen lassen.

Orangen-Cookies
Zutaten für den Teig:
110 g geschmolzene vegane Butter
150 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Zucker (+ circa 2 Esslöffel Zucker fürs Ausrollen)
8 g Orangenschale
30 ml frisch gepresster Orangensaft
8 g gemahlene Leinsamen
1 TL Vanilleextrakt
Zutaten für die Vanille-Glasur:
15 ml frisch gepressten Orangensaft
60 g Puderzucker
So gehts:
Schlage die Butter mit dem Zucker und der Orangenschale schaumig.
Füge nun Orangensaft, Leinsamen, Mehl und Backpulver hinzu und rühre, bis ein dickflüssiger Teig entsteht.
Lasse den Teig für eine Stunde im Kühlschrank ruhen.
Nutze die Zeit, um die Orangenglasur vorzubereiten. Mische den Puderzucker mit dem Orangensaft und rühre so lange, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind.
Bereite ein Blech mit Backpapier vor und platziere es auf deiner Arbeitsfläche.
Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und forme daraus Kugeln.
Diese rollst du nun in einer Schale mit Zucker, bevor du sie auf dem Backblech verteilst (jeweils 5 cm voneinander entfernt, denn die Kugeln breiten sich stark aus).
Stelle das Blech für zehn bis 13 Minuten in den Ofen, bis die Guetsli eine leichte Bräune haben.
Nimm sie dann wieder raus und warte, bis sie kalt sind.
Zum Schluss bepinselst du die Orangen-Cookies mit der Glasur und streust etwas abgeriebene Orangenschale drüber.

Orangen-Cookies frisch aus dem Ofen.