McDonald’s - Vegetarierin findet Fleisch im McVeggie – und muss sich übergeben
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McDonald’sVegetarierin findet Fleisch im McVeggie – und muss sich übergeben

C.H. freute sich am Samstag auf ihren Vegi-Burger. Erst beim letzten Bissen bemerkte die langjährige Vegetarierin, dass es sich dabei um einen Poulet-Burger gehandelt hatte.

von
Nathan Keusch
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Die Vegetarierin C.H. bestellte einen McVeggie und biss trotzdem auf Fleisch.

Die Vegetarierin C.H. bestellte einen McVeggie und biss trotzdem auf Fleisch.

News Scout
Anstelle eines McVeggie hatte sie einen McChicken bekommen. (Symbolbild)

Anstelle eines McVeggie hatte sie einen McChicken bekommen. (Symbolbild)

McDonald’s Schweiz
Die Frau reklamierte daraufhin beim Personal und wollte ihr Geld zurück haben. «Der Filialleiter reagierte verständnislos. Er behandelte mich, als wäre ich die Übeltäterin», erzählt H. (Symbolbild)

Die Frau reklamierte daraufhin beim Personal und wollte ihr Geld zurück haben. «Der Filialleiter reagierte verständnislos. Er behandelte mich, als wäre ich die Übeltäterin», erzählt H. (Symbolbild)

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Eine Vegetarierin bekam einen Pouletburger, obwohl sie die Vegi-Variante bestellt hatte.

  • Das Personal reagierte unfreundlich auf die Reklamation und wollte das Geld nicht zurückerstatten.

  • McDonald’s bedauert den Vorfall.

«Ich bin seit sechs Jahren Vegetarierin und eine fleischlose Ernährung ist mir sehr wichtig», sagt C.H.* (24) aus Grenchen SO. Als sie am Samstagabend mit ihrem Freund in Oerlikon ZH in den McDonald’s ging, habe sie daher auch einen McVeggie bestellt.

«Schon beim ersten Biss kam mir der Burger aber komisch vor», sagt sie. Optisch und geschmacklich sei der McVeggie sehr nahe am McChicken. Sie habe daher extra nochmals den Kassenzettel überprüft und ihren Freund vom Burger probieren lassen. Er sei sich sicher gewesen, dass es sich um ein vegetarisches Produkt handle.

H. habe den Burger dann weiter gegessen. Beim letzten Stück habe sie auf etwas Hartes gebissen. «Es war ein kleines Stück Knorpel oder Knochen», sagt H. Nun war es für sie klar, dass sie kein vegetarisches Gericht erhalten hatte. «Ich habe mich dann so sehr geekelt, dass ich mich übergeben musste.» Das sei nun schon das zweite Mal, dass sie im McDonald’s etwas Vegetarisches bestellt und dann Fleisch bekommen habe, sagt H.

«Personal reagierte unfreundlich»

Das Pärchen habe daraufhin beim Personal reklamiert und das Geld zurück verlangt. «Der Filialleiter reagierte jedoch verständnislos. Er behandelte uns, als wären wir die Übeltäter», erzählt H. Anstatt einer Rückerstattung habe sie dann einen Gutschein für ein Menu Small erhalten. «Es kam uns vor, als wollte er uns abwimmeln.» H. sei klar, dass Fehler passieren können. Aber wenn es Beschwerden gebe, müsse man diese auch wahrnehmen. Zukünftig will H. den McDonald’s meiden. «Der Zwischenfall bleibt mir wohl noch lange im Hinterkopf.»

Danielle Cotten, Freiwillige bei der Veganen Gesellschaft Schweiz, kennt das Problem. «Es ist sehr unglücklich, wenn so etwas passiert.» Wer sicher gehen möchte, ein fleischloses Gericht zu bekommen, soll direkt in ein veganes oder vegetarisches Restaurant gehen, rät sie. Dass man als vegetarischer Kunde vom Personal zum Teil unfreundlich behandelt wird, sei leider noch immer Realität. «Dies hat sich in den letzten Jahren aber verbessert.» Als Vegetarier solle man in solchen Situationen freundlich bleiben, aber mit Nachdruck auf die fleischlose Variante bestehen, sagt Cotten.

Das sagt McDonald’s

McDonald’s bedauert den Zwischenfall: «Eine Verwechslung darf nicht vorkommen und ist für eine Person, die kein Pouletfleisch zu sich nehmen möchte, sehr unappetitlich», sagt Sprecherin Deborah Murith. Es handle sich jedoch um einen Einzelfall, der den Ansprüchen des Unternehmens widerspreche. «Wir bitten unseren Gast in aller Form um Entschuldigung dafür, dass er dieses unschöne Erlebnis hatte.»

Der Mitarbeiter hätte den Unterschied bei der Zubereitung bemerken sollen, sagt Murith. «Die Panade des Vegi-Schnitzels enthält gehackten Peterli, der gut erkennbar ist – der Poulet-Burger keinen. Ein Gast darf eine akkurate Zubereitung erwarten.» Zwar sei die Abgabe von Gutscheinen bei Fehlern eine üblicher Lösungsansatz. «Im geschilderten Fall war die Reaktion des Mitarbeiters jedoch nicht passend. Wir werden das Thema beim Team nochmals ansprechen.»

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