Ernährung: Vegi-Würste und -Steaks sind gesünder als Fleisch
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ErnährungVegi-Würste und -Steaks sind gesünder als Fleisch

Vegetarische und vegane Fleisch-Alternativen sind viel besser als ihr Ruf. Eine aktuelle Studie räumt mit hartnäckigen Vorurteilen auf.

von
jcg
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Vegetarier und Veganer, die keine Lust auf Fleischersatzprodukte haben, können ihren Eiweiss-Bedarf auch mit rein pflanzlichen Proteinquellen decken. Hier die sieben Top-Tipps:

Vegetarier und Veganer, die keine Lust auf Fleischersatzprodukte haben, können ihren Eiweiss-Bedarf auch mit rein pflanzlichen Proteinquellen decken. Hier die sieben Top-Tipps:

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Mit Brot oder Nudeln sind rote Linsen speziell wertvoll für unsere Muskeln. Tipp: Eine Linsensuppe ist schnell gemacht und schmeckt. Eiweissgehalt: 16 g pro 100g

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Liefert nicht nur Eiweiss, sondern auch Eisen und Kalzium: Gepufft im Müesli schmeckt Amaranth besonders fein. Gemahlen kann man es zu glutenfreiem Brot verarbeiten. Eiweissgehalt: 16g pro 100g

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Fleischfreien Varianten von Schnitzel, Salami und Co. sind einer Studie zufolge meist gesünder als Fleischwaren. Vegetarische und vegane Produkte aus Soja, Weizen und Lupinen enthalten weniger ungesunde Inhaltsstoffe als vergleichbare Fleischerzeugnisse und haben eine günstigere Nährstoffzusammensetzung, wie eine am Montag in Berlin veröffentlichte Untersuchung des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung (Ifane) im Auftrag der Albert-Schweitzer-Stiftung ergab.

Für seine ernährungswissenschaftliche Studie verglich das Institut 80 Fleischalternativen mit 27 fleischhaltigen Produkten. Unter die Lupe genommen wurden der Protein-, Fett- und Energiegehalt, die Menge an ungesunden gesättigten Fettsäuren und Salz sowie der Einsatz von Zusatzstoffen. «Die getesteten vegetarischen und veganen Fleischalternativen sind in puncto Gesundheit viel besser als ihr Ruf», resümierte der Leiter des Wissenschaftsressorts der Albert-Schweitzer-Stiftung, Konstantinos Tsilimekis.

Sogar beim Protein die Nase vorn

Gerade bei den ungesunden gesättigten Fettsäuren können der Untersuchung zufolge viele fleischfreie Alternativen punkten: 63 Prozent der untersuchten fleischlosen Produkte schnitten hier gut ab, nur bei zehn Prozent war der Gehalt an diesen Fettsäuren zu hoch. Das umgekehrte Bild ergab sich bei den fleischhaltigen Produkten: 62 Prozent enthielten deutlich zu viele gesättigte Fettsäuren, und nur zwölf Prozent erreichten günstige Werte.

Auch der Gesamtfett- und Cholesteringehalt fiel bei den Fleischwaren ungünstiger aus. Beim Protein lagen entgegen der landläufigen Auffassung die fleischlosen Produkte ebenfalls vorn: In allen elf getesteten Produktkategorien der Studie – egal ob Schnitzel, Steak oder Salami – enthielten die veganen und vegetarischen Varianten im Schnitt mehr Protein als die Fleischerzeugnisse.

Bio-Vegi besser als Bio-Fleisch

Die gängige Kritik, den fleischfreien Versionen seien zahlreiche Zusatzstoffe und Aromen zugesetzt, trifft der Studie zufolge ebenfalls nicht immer zu. Vielmehr schnitten biologisch erzeugte Fleischalternativen in diesem Punkt besser ab als Fleischwaren. Sowohl die fleischfreien als auch die fleischhaltigen Produkte enthalten allerdings fast immer zu viel Salz.

(jcg/afp)

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