Winterthurer: Vekselberg beim Stapi
Aktualisiert

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Gipfeltreffen in Winterthur: Sulzer-Grossaktionär Viktor Vekselberg versichert den Winterthurer Stadtbehörden, er sei an einem langfristigen Engagement beim Industriekonzern interessiert.

Am Gespräch vom Dienstag nahmen neben dem Stadtpräsidenten Ernst Wohlwend und Stadträtin Verena Gick auch Sulzer-Verwaltungsrat Urs Meyer und Thomas Borer teil, Berater von Vekselbergs Beteiligungsfirma Renova, wie die Informationsstelle der Stadt Winterthur am Mittwoch mitteilte.

Wohlwend habe die Bedeutung der Firma Sulzer für die Stadt Winterthur dargelegt. Der Stadtpräsident zeigte sich laut Mitteilung befriedigt über das Treffen, das in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden habe. Vekselberg habe versichert, sein Engagement für Sulzer sei langfristiger Natur, er sehe für den Industriekonzern noch grosse Entwicklungsmöglichkeiten.

Er habe an Sulzer Gefallen gefunden, weil das Unternehmen über hochwertiges Know-how verfüge, um Bodenschätze wie Öl oder Gas zu gewinnen. Der russische Investor halte dies für besonders bedeutend wegen der immensen Bodenschätze Russlands. Das bedeute aber nicht, dass Sulzer seine bisherigen Kunden vernachlässigen werde. Er sei im Übrigen an einem guten Einvernehmen mit den Stadtbehörden interessiert.

Vekselberg hatte im Frühjahr den Kampf um den Einfluss beim Winterthurer Traditionskonzern gewonnen. Vergangene Woche gab der Konzern bekannt, dass wegen der Industriekrise weltweit 1400 Stellen abgebaut werden müssen. Der Sitz Winterthur ist vom Stellenabbau ebenfalls in kleinerem Umfang betroffen. (sda)

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