Aktualisiert 24.05.2007 15:26

Vekselberg krebst mit Schweiz-Kritik zurück

Die scharfe Kritik des russischen Milliardärs und Geschäftsmanns Viktor Vekselberg am Investitionsstandort Schweiz hat für Wirbel gesorgt. Er korrigierte Aussagen, die er laut einer österreichischen Zeitung in Wien gemacht hatte.

«In der Schweiz habe ich viel Ärger, deswegen will ich mehr in Österreich investieren», zitierte ihn die Tageszeitung «Österreich» am Donnerstag. Das sei nicht richtig, liess Vekselberg umgehend über seinen Schweizer Sprecher Markus Blume ausrichten.

Er sei am Rande des Staatsbesuchs von Russlands Präsident Wladimir Putin in Wien «quasi im Vorbeigehen befragt und völlig falsch verstanden» worden. «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich in der Schweiz Ärger habe, im Gegenteil», wird Vekselberg in einer der Nachrichtenagentur SDA vorliegenden Mitteilung zitiert.

Die Schweiz sei ein exzellenter Standort für Wachstums- und Zukunftsunternehmen, schwärmt Vekselberg nun. Das Land habe hervorragend ausgebildete Mitarbeiter, gute Investitionsbedingungen und ein stabiles Umfeld.

Und doch: Als seine Gesellschaft Renova beim Industriekonzern Sulzer als ausländischer Direktinvestor aufgetaucht sei, sei er über «die eine oder andere emotionale Reaktion überrascht gewesen».

Investition in Österreich

«Bis 2020 will ich für 25 Mrd. Euro mit der Strabag in Russland bauen», erklärte Vekselberg ferner im Interview mit «Österreich». An Strabag hatte sich vor Kurzem der russische Oligarch Oleg Deripaskas mit 30 Prozent beteiligt.

Strabag vereinbarte am Rande des Putin-Besuches in Wien Verträge, die ihren Auftragsbestand in Russland von 1 Mrd. auf 3 Mrd. Euro verdreifachen. Ein Vertrag mit Vekselbergs Renova betrifft dabei das grösste Projekt.

Gegenüber «Österreich» lobte Vekselberg seine Geschäftsbeziehungen mit den österreichischen Industriellen Ronny Pecik und Georg Stumpf. «Ich habe sehr gute Erfahrungen mit meinen Geschäftsfreunden», sagte Vekselberg. (sda)

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