Velo fahrende Beamte sollen Kilometergeld bekommen

Aktualisiert

Velo fahrende Beamte sollen Kilometergeld bekommen

Kantonsangestellte, die mit dem Velo zu Sitzungen fahren, sollen wie ihre Auto fahrenden Kollegen Kilometergeld erhalten: Das fordern die Grünen. Doch die rot-grüne Regierung zaudert.

«Das ist doch eigentlich selbstverständlich», sagt Sabine Gresch von den Grünen Kanton Bern. «Wenn Autofahrer Spesen abrechnen können, dann muss das beim umweltfreundlichen Velo auch möglich sein.» In einem politischen Vorstoss im Parlament hatte sie gefordert, dass Velofahrer eine Kilometerentschädigung bekommen. Schliesslich fahre auch ein Velo nicht gratis. Um den Papierkram möglichst klein zu halten, schlug sie eine Tagespauschale von 3 Franken vor.

Doch die rot-grüne Regierung wiegelt jetzt ab: Nur wenige Beamte würden das Fahrrad für Dienstwege benutzen. Und eine Entschädigung bringe kaum jemanden dazu, auf das Velo umzusteigen. Ausserdem sei der administrative Aufwand zu hoch. Die Regierung befürchtet sogar, dass die Lohnkosten wegen der längeren Reisezeiten steigen könnten.

«Das ist sehr kurzfristig gedacht», so Gresch. Velofahren halte nämlich auch fit und sei gut für die Gesundheit. Gresch: «Wir werden sicher weiter dafür kämpfen, dass der Kanton mit gutem Beispiel vorangeht.» So sollen mehr Veloabstellplätze und Duschen gebaut werden.

Andrea Abbühl

Deine Meinung