Velotaxis für Winterthur

Aktualisiert

Velotaxis für Winterthur

Für ein privates Arbeitslosenprojekt stehen in Winterthur sechs Velotaxis bereit. Das Projekt wird zwar von der Stadt begrüsst – doch sie will keine Langzeitarbeitslosen als Fahrer.

«Im Januar 2005 starten wir», erklärt Projektleiterin Heidi Leitner. Ihren ersten Auftritt genossen die originellen Velotaxis an der Expo.02. Dann wurde das Arbeitslosenprojekt der Firma Pedaline AG ins Leben gerufen: «In Wil fahren bereits erfolgreich zwei Velotaxis», so Leitner. Das Angebot ist fair: In Winterthur soll der Fahrtkilometer 6 Franken kosten. Behinderte und ältere Menschen sollen sogar gratis zum Arzt oder zum Coiffeur kutschiert werden.

Als Chauffeure hätten Arbeitslose eingesetzt werden sollen. Das Anforderungsprofil verlangt Deutschkenntnisse, einen Führerschein, Fahrpraxis sowie keine Suchtprobleme. Genau das ist Stadtrat Hans Hollenstein ein Dorn im Auge. «Die Taxis beleben die Velostadt Winterthur», sagt er zwar. Doch viele Sozialleistungsbezüger hätten keine Chance, die Anforderungen als Rik-

scha-Fahrer zu erfüllen – die Stadt will das Programm deshalb nicht unterstützen. Leitner: «Wir werden trotzdem starten.»

Romina Lenzlinger

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