Ventana will nicht mit Roche

Aktualisiert

Ventana will nicht mit Roche

Die US-Firma Ventana Medical Systems will sich nicht vom Basler Pharmakonzern Roche übernehmen lassen.

Am Mittwoch hat das Direktorium das Roche-Angebot nach eingehender Prüfung abgelehnt, wie der Firmen-Website zu entnehmen ist.

Das Angebot aus Basel sei in verschiedener Hinsicht unangemessen und widerspreche auch den Interessen des Aktionariats. Ventana habe Roche ein entsprechendes Schreiben zukommen lassen. Roche wolle sich die gute Pipeline und gute Marktposition zu billig aneignen. Während einem feindlichen Übernahmeversuch werde nicht verhandelt.

Ventana wolle seine eigenen Perspektiven am 20. Juli beziffern und begründen, hiess es weiter. Dann publiziert das Unternehmen seine Quartalszahlen.

Roche hält an Angebot fest

Das Angebot für Ventana sei fair und angemessen, heisst es in einer Roche-Stellungnahme vom Mittwochabend. Roche nehme «zur Kenntnis», dass die Ventana-Führung abgeneingt sei, mit Roche zu verhandeln. Das Angebot sei eine einzigartige Gelegenheit und reflektiere Ventanas Wert.

Roche halte deshalb an ihrem Angebot fest und werde weiterhin versuchen, das Gespräch mit dem Ventana-Management zu suchen, heisst es in der Mitteilung weiter. Roche erwäge, allenfalls an der Ventana-Generalversammlung 2008 «entsprechende Massnahmen» zu ergreifen, unter anderem eigene Verwaltungsräte zu portieren.

3 Milliarden Dollar

Roche hatte am 25. Juni die Pläne eines öffentlichen Kaufangebots für Ventana veröffentlicht. Die Basler bieten 75 Dollar je Ventana-Aktie in bar, was einem Gesamtpreis von rund 3 Mrd. Dollar entspricht. Das Angebot gilt bis zum 26. Juli. Ventana soll auch unter Roche eigenständig bleiben.

Der Konzern will den Milliardendeal nur zum Abschluss bringen, wenn er die Mehrheit an dem auf gewebebasierte Krebstest spezialisierten Unternehmen übernehmen kann. Dieses hatte 2006 mit 950 Angestellten einen Umsatz von 238,2 Mio. Dollar erzielt.

(sda)

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