Aktualisiert 10.06.2009 23:10

Düstere ZukunftsaussichtenVenus prallt mit der Erde zusammen

Ob die Erde die geschätzte Restlebenszeit der Sonne von weiteren fünf Milliarden Jahren erreicht, ist ungewiss. Denn sie könnte vorher mit der Venus oder mit dem Mars kollidieren.

Eine französische Studie kommt zum Schluss, dass unser Planet in etwa 3,5 Milliarden Jahren mit der Venus oder dem Mars zusammenprallen könnte.

Der Astronom Jacques Laskar vom Pariser Weltraum-Observatorium wagte in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins «Nature» Prognosen zur fernen Zukunft des Sonnensystems - und entwickelte dabei Untergangsszenarien. So könnte eine Chaos-stiftende Kraft im All die auf ihren Umlaufbahnen kreisenden Planeten Merkur, Venus, Mars und Erde aus dem Rhythmus bringen.

Anders als in bisherigen Modellen berücksichtigten die Pariser Forscher in ihren Szenarien nach eigenen Angaben die allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein. Sie fütterten Rechner mit etlichen destabilisierenden Faktoren und fanden gewaltige Auswirkungen auf die Umlaufbahnen der Planeten.

2500 Szenarien durchgespielt

Eine Modellrechnung etwa sagt in 3,5 Milliarden Jahren eine Kollision der Erde mit Mars oder Venus voraus - mit den zu erwartenden fatalen Auswirkungen für das Leben auf unserem blauen Planeten, falls bis dahin überhaupt noch welches übrig ist.

Insgesamt spielten die Astromomen 2501 verschiedene Szenarien durch, die in immerhin 25 Fällen zu einem Kollaps des Sonnensystems führten. Allerdings muss es nicht so früh so schlimm kommen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent sollte die Sonne wie bisher errechnet weitere fünf Milliarden Jahre vor sich hinstrahlen.

Dann, wenn sie ihren Brennstoff fast verbraucht hat, wird sie sich zu einem so genannten Roten Riesen aufzublähen und dabei erst den ihr am nächsten gelegenen Planeten Merkur, dann Venus, Mars und die Erde zu verschlingen. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.