Vertrag bis 2022 – Murat Yakin ist Petkovic-Nachfolger
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Jetzt ist es offiziellVertrag bis 2022 – Murat Yakin ist Petkovic-Nachfolger

Eigentlich war es schon am Wochenende klar, doch der Schweizerische Fussballverband wollte es noch nicht bestätigen. Das holt er jetzt nach. Murat Yakin ist neuer Schweizer Nati-Trainer.

von
Nils Hänggi

Yakin wendet sich in einem Video an die Fans.

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Darum gehts

  • Nun ist es offiziell: Murat Yakin ist neuer Trainer der Schweizer Nati.

  • Der SFV bestätigte den Transfercoup.

  • Zuletzt arbeitete der 46-Jährige als Schaffhausen-Trainer.

Es ist fix. Murat Yakin wird Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Überraschend kommt diese Meldung nicht mehr. Bereits am Samstagabend vermeldeten verschiedene Medien die Verpflichtung des 46-Jährigen. Der Schweizerische Fussballverband wollte Yakin aber noch nicht als neuen Coach bestätigen. Auf Anfrage von 20 Minuten sagte Adrian Arnold, SFV-Medienchef: «Es laufen nach wie vor Gespräche. Unser Ziel ist es voraussichtlich nächste Woche den neuen Nationaltrainer zu bestimmen und dann auch zu präsentieren.»

Nun – mittlerweile ist das passiert. Der SFV hat den neuen Nati-Trainer jetzt auch offiziell bestimmt. In einem Communiqué am Montag schreibt der Verband: «Murat Yakin unterzeichnete am Montagmorgen einen bis Ende der WM-Qualifikation 2022 gültigen Vertrag mit Option auf Verlängerung.»

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Hier unterschreibt Yakin den Vertrag als Nati-Trainer. 

Hier unterschreibt Yakin den Vertrag als Nati-Trainer.

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Sein Vertrag läuft  bis Ende der WM-Qualifikation 2022 gültigen Vertrag mit Option auf Verlängerung

Sein Vertrag läuft bis Ende der WM-Qualifikation 2022 gültigen Vertrag mit Option auf Verlängerung

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Zuletzt coachte er den FC Schaffhausen.

Zuletzt coachte er den FC Schaffhausen.

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Knapp 17 Jahre nach seinem 49. und letzten Länderspiel für die Schweiz (am 9. Oktober 2004 im WM-Qualifikationsspiel in Israel) kehrt Yakin also in den SFV zurück. Der einstige Innenverteidiger und Libero freut sich auf seine Aufgabe. «Die Nati war für mich schon als Spieler eine Herzensangelegenheit. Es ist eine grosse Ehre und Freude für mich, unser Land nun auch als Trainer der vertreten zu dürfen. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem tollen Team die WM-Qualifikation schaffen und weitere Erfolge feiern werden.»

Auch Pierluigi Tami ist restlos überzeugt, auf den richtigen Kandidaten gesetzt zu haben. «Murat Yakin ist eine starke Persönlichkeit mit grosser internationaler Erfahrung als Spieler und als Trainer. Er ist ein junger, moderner Schweizer Trainer mit einer klaren Spielidee, hoher technischer Fussballkompetenz und präzisen Zielsetzungen.» Für SFV-Präsident Dominique Blanc ist Yakin darum die richtige Wahl, «weil er unseren Schweizer Weg verkörpert. Modern, mit eigenen und mutigen Ideen und Konzepten. Er steht für Kontinuität in unserer Nati aber zugleich auch dafür, dieses Team für eine erfolgreiche Zukunft weiterzuentwickeln».

«Ihm fehlt der nötige Wille für die Arbeit»

Yakin ist ein Mann, der viel Erfahrung hat. Nach mehr als einem Jahrzehnt mit Trainerstationen überall im Schweizer Profifussball (u.a. Basel, GC, Thun und Sion) und im Ausland (Spartak Moskau) weiss der 49-fache Nationalspieler, wie das Geschäft läuft. Erfolge hat er durchaus vorzuweisen. Mit dem FCB wurde er zwei Mal Meister, erreichte die Champions League und in der Europa League 2013 die Halbfinals. Und: Aus seiner Zeit als FCB- und GC-Coach kennt der 46-Jährige bereits einige Nati-Stars.

An seiner Fachkompetenz zweifeln die wenigsten Menschen. Er hat als Trainer das Auge, das ihn schon als Spieler ausgezeichnet hat. Und er ist wohl auch ein Coach, den die Nati-Stars wie Xherdan Shaqiri oder Granit Xhaka respektieren würden. Aber man muss auch festhalten, dass in Yakins Trainerkarriere nicht alles rund lief. Seit Sommer 2019 arbeitet er beim FC Schaffhausen. Davor war er bei den Grasshoppers nach nur acht Monaten vor die Tür gestellt worden. Bei Sion scheiterte er auch nach kurzer Zeit. Sion-Boss Christian Constantin meinte gar: «Ihm fehlt der nötige Wille für die Arbeit.»

Die Fussstapfen, in die Yakin tritt, sind gross. Vladimir Petkovic hatte die Schweizer Fussballnationalmannschaft im Jahr 2014 von Ottmar Hitzfeld übernommen. Er führte die Nati nacheinander an die EM 2016 in Frankreich, die WM 2018 in Russland und jüngst an die EM 2020, die mit einem Jahr Verspätung über den ganzen europäischen Kontinent verteilt durchgeführt wurde. Petkovic ging auf dem Höhepunkt seines Schaffens. An der EM erreichte er mit der Schweiz den Viertelfinal – zum ersten Mal seit 1954 an einer Endrunde.

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