Juniorenfussball: Verband erhält viel Lob für Eltern-Sperrzone
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JuniorenfussballVerband erhält viel Lob für Eltern-Sperrzone

Der Innerschweizer Fussballverband will keine Pöbel-Eltern mehr am Spielfeldrand und greift durch. Er kann dabei auf riesigen Support zählen.

von
pz
Der Innerschweizer Fussballverband hat für die aktuelle Saison eine Kampagne mit dem Slogan «Eltern weg vom Spielfeldrand» gestartet.

Der Innerschweizer Fussballverband hat für die aktuelle Saison eine Kampagne mit dem Slogan «Eltern weg vom Spielfeldrand» gestartet.

«Eltern weg vom Spielfeldrand»: So heisst die Kampagne des Innerschweizer Fussballverbandes (IFV). Konkret sollen die Vereine bei Juniorenspielen dafür sorgen, dass Eltern drei Meter Mindestabstand zur Seitenlinie einhalten, zumal es in Vergangenheit immer wieder Ärger mit Pöbel-Eltern gab.

Zustimmung von 8'000 Personen

Die Aktion des IFV findet eine grosse Unterstützung: Bei einer Umfrage von 20 Minuten stellten sich über 80 Prozent von mehr als 10'000 Teilnehmern hinter die drastische Massnahme des Verbandes. Sie finden, diese sei «super. Eltern sollen ihre Kinder in Ruhe kicken lassen». Nur knapp ein Fünftel der Teilnehmer findet es schlecht, dass wegen einigen Eltern gleich alle bestraft werden, die friedlich ihre Kinder anfeuern möchten.

Vereine finden Sperrzone ebenfalls gut

Auch beim FC Littau kommt die Aktion des IFV gut an: «Die Spieler sind durch diese Massnahme besser vor äusseren Einflüssen geschützt», sagt Präsident Beat Krieger. Auch er habe zunehmend verbale Entgleisungen seitens der Zuschauer wahrgenommen. «Es ist sehr schade, dass es Massnahmen braucht, aber diesen Schritt begrüsse ich.»

Auch Franco Gulli, Präsident des FC Emmenbrücke, beobachtet eine Zunahme von verbal und körperlich aggressiven Eltern am Spielfeldrand. Deshalb kann er die Kampagne des IFV verstehen: «Ich finde es eine gute Sache. Wir informieren die Eltern jeweils vor der Saison, wie sie sich zu verhalten haben.» Würden sich Erwachsene während den Spielen ausfällig verhalten, fordert Gulli die Zuschauer auf, die Schuldigen anzusprechen: «Unangebrachtes Verhalten dulden wir nicht. Der Spass am Fussball steht im Vordergrund.»

Auch in Zürich gibt es Verbotszonen

Nicht nur in der Zentralschweiz gelten neue Regeln. Auch in Zürich gibt es neu Verbotszonen für Zuschauer. Bei E-Junioren-Spielen müssen sich diese mindestens fünf Meter vom Spielfeldrand weg aufhalten, erklärte Willy Scramoncini, Leiter Spielbetrieb beim Fussballverband Region Zürich.

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