Risiko bei Abfallentsorgung - Verband sorgt sich um Sicherheit der Mitarbeiter wegen Test-Güsel
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Risiko bei AbfallentsorgungVerband sorgt sich um Sicherheit der Mitarbeiter wegen Test-Güsel

Der Zuger Entsorgungsverband Zeba warnt: Von den Corona-Selbsttests gehe eine Infektionsgefahr für Mitarbeitende der Abfallentsorgung aus. Er bittet deshalb alle, Tests richtig zu entsorgen und sagt, wie das geht.

von
Gianni Walther
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Ein SARS-CoV-2 Rapid Antigen Schnelltest für Zuhause: Dieser soll nach Gebrauch in einen reissfesten und gut verschlossenen Beutel gepackt werden.

Ein SARS-CoV-2 Rapid Antigen Schnelltest für Zuhause: Dieser soll nach Gebrauch in einen reissfesten und gut verschlossenen Beutel gepackt werden.

20min/Marco Zangger
Danach soll man den Plastikbeutel in den Abfallsack werfen.

Danach soll man den Plastikbeutel in den Abfallsack werfen.

20min/ Martin Messmer
Das beschriebene Doppelsacksystem solle von der Bevölkerung auch genutzt werden, wenn diese Kehrichtsäcke direkt bei den Ökihöfen abgibt.

Das beschriebene Doppelsacksystem solle von der Bevölkerung auch genutzt werden, wenn diese Kehrichtsäcke direkt bei den Ökihöfen abgibt.

zg.ch

Darum gehts

  • Die Zuger Schulen behandeln den Abfall, der bei Corona-Massentests anfällt, als Sondermüll.

  • Die Corona-Selbsttests werden jetzt auch der breiten Bevölkerung abgegeben.

  • Weil für die Mitarbeitenden der Abfallentsorgung ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe, wenn die Selbsttests jetzt im normalen Abfallsack landen, will der Zuger Entsorgungsverband Zeba die Bevölkerung sensibilisieren.

  • Einen Selbsttest solle man in einen reissfesten und gut verschlossenen Plastikbeutel packen, bevor man diesen in den Kehrichtsack wirft.

In der Schweiz sind seit 7. April die Corona-Schnelltests erhältlich: Die Tests kann man einfach zu Hause durchführen und danach entsorgen. Wegen möglicherweise nicht korrekt entsorgtem, gebrauchtem und kontaminiertem Testmaterial warnt nun der Zuger Abfallverband Zeba: «Vom Testmaterial geht eine Infektionsgefahr für die Entsorgungsmitarbeitenden aus.»

Verbrauchtes Testmaterial soll man in einen verschlossenen, reissfesten Plastikbeuten packen

Doch wie sollte man den Abfall, der beim Testen anfällt und womöglich kontaminiert ist, richtig entsorgen? Das geht so, teilt der Verband Zeba mit: «Die Entsorgung erfolgt via Hauskehricht im Doppelsacksystem: Damit durch das entsorgte Testmaterial keine Personen angesteckt werden, gehört dieses in einen gut verschlossenen, reissfesten Plastikbeutel. Dieser wird im Kehrichtsack entsorgt», heisst es in einer Mitteilung des Verbandes.

Schulen behandeln Test-Güsel als Sonderabfall, aber nicht immer korrekt

An Schulen im Kanton Zug werden schon seit längerem Massentest durchgeführt, wobei natürlich entsprechend Abfall anfällt. Laut Zeba-Geschäftsführerin Heidi Oswald wurden entsprechende Vorbereitungen getroffen, damit «die Schul-Tests als Sonderabfall deklariert und von den Schulen auch so entsorgt werden». Vereinzelt seien Tests trotzdem im Siedlungsabfall gelandet. «Unser Sammeldienst hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Tests nicht korrekt entsorgt worden sind.»

Nach den Schulen wolle man nun auch die Bevölkerung auf das Thema sensibilisieren, damit die Selbsttests korrekt entsorgt werden. Über das Vorgehen habe man sich mit dem Amt für Umwelt des Kantons Zug und auch mit anderen Kantonen abgesprochen. «Eine korrekte Entsorgung ist uns wichtig. Vor allem auch zum Schutz unserer Mitarbeitenden, die die Sammeltouren durchführen.» Durch die Sensibilisierung der Bevölkerung wolle man das Infektionsrisiko für die Mitarbeitenden möglichst gering halten. Das beschriebene Doppelsacksystem solle von der Bevölkerung auch genutzt werden, wenn diese Kehrichtsäcke direkt bei den Ökihöfen abgibt.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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