Verbot von Pornobildern

Aktualisiert

Verbot von Pornobildern

Die britische Regierung will das Herunterladen und den Besitz von Fotos aus dem Internet verbieten, die Gewaltpornografie und sexuellen Missbrauch darstellen.

Ein solches Gesetz wäre das erste dieser Art in einem westlichen Staat, sagte Innenminister Paul Goggins am Dienstag in London. Während die Veröffentlichung und Verbreitung von solchen Fotos in vielen Ländern geahndet wird, ist allein der Besitz meist straffrei.

Der Gesetzentwurf nennt Fotos, die den Sexualverkehr mit Tieren oder Leichen zeigen oder auch Situationen, in denen in irgendeiner Weise Gewalt ausgeübt wird. Goggins nannte als Auslöser für die Initiative den Fall der 31-jährigen Lehrerin Jane Longhurst, die 2003 von einem Bekannten ermordet wurde, der zwanghaft Darstellungen mit Gewaltpornografie aus dem Internet sammelte. Der Minister räumte allerdings ein, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gebe, dass bestimmte Bilder gewaltsames Handeln verursachen.

(dapd)

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