«Bachelor»-Verträge: Verbote und Regeln statt romantische Liebe
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«Bachelor»-VerträgeVerbote und Regeln statt romantische Liebe

In der TV-Show «Bachelor» kämpfen sie ums Liebesglück. Doch anstelle grosser Gefühle gibts vor allem strikte Verträge mit vielen Verboten.

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20 Frauen und ein Mann suchten in der TV-Sendung «Der Bachelor» nach der grossen Liebe. Mittlerweile ist die Konkurrenz geschwunden. Noch drei Damen buhlen am Mittwochabend im Halbfinale um Jan Kralitschkas Gunst. Was sich anhört wie das Liebesmärchen 2.0 ist jedoch alles andere als romantisch. Schmetterlinge im Bauch werden mit harten Regeln und Verboten getötet.

Bild.de liegen die Knebelverträge der deutschen «Bachelor»-Kandidatinnen vor. 20 Minuten Online fasst daraus zusammen:

- Gage: Gezahlt werde in drei Raten. Die erste Rate: 1500 Euro gibts bei Drehstart, die zweite Rate von 1000 Euro nach dem Ausscheiden aus der Sendung. Eine dritte Rate erhalten die Kandidatinnen für die Übertragung der Film- und Fotorechte. Sie beträgt nur 500 Euro. Schmeisst eine Kandidatin vorzeitig hin, hat sie nur Anspruch auf die dritte Rate.

- Liebesverbot: Ab Vertragsunterzeichnung bis zur Ausstrahlung des Finales sind folgende Aktivitäten untersagt: Das Zusammenziehen mit einem Mann, sich zu verloben, geschweige denn zu heiraten, Dates mit Männern während vier Monaten.

- Aussehen: Die Damen dürfen «keine wesentlichen Veränderungen des Aussehens an sich vornehmen oder vornehmen lassen».

- Strafen: Wer sich nicht an die Verträge hält, muss offenbar blechen – zwischen minimal 3000 und maximal einer Million Euro.

Zusätzlich zu diesen Regeln müssen sich die Damen verpflichten, die Villa in Südafrika nicht zu verlassen. Wer es dennoch tut, zahlt mindestens 1000 Euro. Ebenfalls müssen die Kandidatinnen Stillschweigen via Facebook und Twitter gewähren.

Und in der Schweiz?

Auch in der Schweiz erregten die «Bachelor»-Verträge Aufsehen. Den Kandidatinnen wurde ein Maulkorb verpasst. Sie wurden zur strengsten Geheimhaltung aufgefordert und verpflichteten sich mit ihrer Unterschrift, während mindestens fünf Jahren kein Buch oder anderes Werk über die Show zu verfassen. Als Interviewpartner oder Auskunftsperson irgendwo mitzuwirken, wurde ebenfalls verboten.

Trotz absurder Bedingungen hat die Show offensichtlich Erfolg. Ob es den Mitwirkenden tatsächlich um die grosse Liebe geht oder bloss um Bekanntheit, sei dahingestellt. Die Schweizer Kandidatin Mona, die derzeit um «Bachelor» Jan kämpft, beteuert jedenfalls: «Ich bin in Jan verliebt.»

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