Verbrannte Mumien von Wolkenmenschen
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Verbrannte Mumien von Wolkenmenschen

Geheimnisvoller Fund in Peru: Peruanische Archäologen haben in der präkolumbischen Festung Kuelap mumifizierte Überreste von 40 Angehörigen des legendären Chachapoya-Volkes gefunden.

Die Körper wiesen Spuren von Verbrennungen auf und seien nicht in Gräbern, sondern unter Tonnen von Geröll in den Resten von Häusern und auch ausserhalb von Gebäuden gefunden worden, sagte der leitende Archäologe der Ausgrabungen, Alfredo Narvaez, am Mittwoch. Darum vermutet er, dass es sich bei den 40 Chachapoya um die Opfer eines Massakers handeln könnte.

Die Festung Kuelap war von dem Volk der Chachapoya etwa 800 nach Christi Geburt 1400 Kilometer nordöstlich der heutigen Hauptstadt Lima errichtet worden. Nach erbittertem Widerstand wurden sie von den Inkas 1475 kurz vor der Ankunft der spanischen Eroberer unterworfen.

Die Chachapoya sind ein prähistorisches Andenvolk. Der Name wurde ihnen von den Inkas gegeben und bedeutet Wolkenmenschen oder Nebelkrieger. Die Chachapoya waren ein vergleichsweise kleines Volk. Ihre Kultur war völlig anders als die der Inkas oder Mayas und stellt Forscher noch heute vor Rätsel. (sda)

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