Verbrechen ohne Leiche?

Aktualisiert

Verbrechen ohne Leiche?

Im rätselhaften Fall einer Schweizerin, die seit 2005 spurlos verschwunden ist, hat die Basler Staatsanwaltschaft eine Belohnung ausgesetzt.

Sie geht davon aus, dass die Frau in der Schweiz oder im Elsass Opfer eines Verbrechens wurde.

Die damals 38-Jährige wird seit dem 11. Juni 2005 vermisst. Auch Vermisstenaufrufe blieben erfolglos. Nach breiten Ermittlungen - in Zusammenarbeit mit der französischen Gendarmerie Nationale - sei «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» von einem Verbrechen auszugehen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Die Leiche der Frau wurde nicht gefunden. Abhanden gekommen ist auch ein orangefarbenes SBB-Arbeits-Überkleid mit Reflektoren. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft ist die Frau «offensichtlich nicht verreist»; darauf habe der Zustand ihrer Wohnung hingewiesen. Zudem habe sie ihre Konten seither nicht angetastet.

Die Ermittlungen seien ins grenznahe Elsass ausgedehnt worden, wohin sie nach Aussagen von Freunden gelegentlich gegangen war. Bereits 2005 war ein damals 39-jähriger Franzose - Bekannter oder Freund - als Tatverdächtiger festgenommen, später aber wieder freigelassen worden.

So werden jetzt erneut Zeugen gesucht, auch im Elsass. Für Hinweise, die zum Auffinden der Frau respektive zur Ermittlung der Täterschaft führen, hat die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt 5000 Fr. Belohnung ausgesetzt. (Notiz: www.stawa.bs.ch)

(sda)

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