Polizei ermittelt: Verdacht auf Geldwäscherei und Betrug – Verfahren gegen «Krypto-König» Dadvan Yousuf eröffnet
Aktualisiert

Polizei ermitteltVerdacht auf Geldwäscherei und Betrug – Verfahren gegen «Krypto-König» Dadvan Yousuf eröffnet

Mit seiner Stiftung Dohrnii wollte Selfmade-Krypto-Millionär Dadvan Yousuf einen eigenen Token auf Bitmart anbieten. Nun ermittelt die Berner Polizei in mehreren Punkten gegen den 22-Jährigen.

von
Florian Osterwalder
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Dadvan Yousuf (21) ist auch als «Krypto-King» schweizweit bekannt.

Dadvan Yousuf (21) ist auch als «Krypto-King» schweizweit bekannt.

Franziska Rothenbuehler/Tamedia AG
Bereits 2011 fing er an, mit Kryptowährungen wie Bitcoin zu handeln – seither hat er gemäss eigenen Angaben «Milliarden» damit verdient.

Bereits 2011 fing er an, mit Kryptowährungen wie Bitcoin zu handeln – seither hat er gemäss eigenen Angaben «Milliarden» damit verdient.

Franziska Rothenbuehler/Tamedia AG
Gewohnt haben soll der Sohn irakischer Flüchtlinge zwischenzeitlich sogar im Dolder Grand Hotel in Zürich.

Gewohnt haben soll der Sohn irakischer Flüchtlinge zwischenzeitlich sogar im Dolder Grand Hotel in Zürich.

Urs Jaudas

Darum gehts

Er ist der Shootingstar der Schweizer Kryptoszene. Die Rede ist vom 22-jährigen Dadvan Yousuf, der mit Kryptowährungen ein Vermögen anhäufte. Letztes Jahr lancierte er dann sogar noch einen eigenen Token mit seiner Stiftung Dohrnii. Mit dieser wollte er Krypto-Know-how für möglichst viele Leute zugänglich machen, mit dem Verkauf der eigenen Kryptowährung namens DHN sollte das Vorhaben finanziert werden.

Doch weniger als 24 Stunden vor dem Listing auf der in den Cayman Islands beheimateten Handelsplattform Bitmart blockierte die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma Mitte April das Vorhaben mit einer superprovisorischen Verfügung. Doch Yousuf und seine Stiftung liessen sich davon nicht beirren: Mit einem Kniff konnten sie nun die ursprünglich geplante Platzierung ihres Tokens auf der dezentralen Krypto-Börse PancakeSwap trotzdem bewerkstelligen.

Aber nicht nur die Finma interessiert sich für das Business von Yousuf, nun hat auch die Staatsanwaltschaft Bern gegen den 22-Jährigen ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies berichtet am Freitag das SRF. Die Vorwürfe sind happig: Es geht um Geldwäscherei und Betrug. Dies bestätigten die Berner Behörden gegenüber SRF «Investigativ». Grund dafür sei eine Meldung an die Meldestelle für Geldwäscherei MROS. Dadvan Yousufs Anwalt sagte gegenüber SRF, dass sein Mandant nichts von einer solchen Ermittlung wisse. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Berichtigung vom 25.05.2022: In einer früheren Version des Artikel hiess es, dass die Staatsanwaltschaft ermittle. Dies ist nicht korrekt. Zurzeit läuft nur ein polizeiliches Ermittlungsverfahren im Sinne einer Vorabklärung, ob der Fall weiter zu untersuchen ist.

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