Churer Rheintal : Verdacht auf Wolfshybride bestätigt

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Churer Rheintal Verdacht auf Wolfshybride bestätigt

Im Churer Rheintal wurde Ende März ein mutmasslicher Wolfshybride durch die Wildhut erlegt. Die Resultate der genetischen Untersuchungen liegen nun vor. Der Verdacht auf Hybridisierung konnte genetisch bestätigt werden. 

von
Marion Alder
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Ende März wurde ein mutmasslicher Wolfshybride im Churer Rheintal durch die Wildhut erlegt. (Symbolbild)

Ende März wurde ein mutmasslicher Wolfshybride im Churer Rheintal durch die Wildhut erlegt. (Symbolbild)

20min/Matthias Spicher
Die genetische Untersuchung bestätigte, dass es sich beim Tier um ein Nachkommen einer Hund-Wolf-Verpaarung handelte. (Symbolbild)

Die genetische Untersuchung bestätigte, dass es sich beim Tier um ein Nachkommen einer Hund-Wolf-Verpaarung handelte. (Symbolbild)

20min/Sabina Schwitter
Man nimmt an, dass die Paarung in Italien passiert ist. Im Vergleich zur Schweiz würde es in Italien relativ häufig herrenlose Hunde geben, die in der Natur leben. (Symbolbild)

Man nimmt an, dass die Paarung in Italien passiert ist. Im Vergleich zur Schweiz würde es in Italien relativ häufig herrenlose Hunde geben, die in der Natur leben. (Symbolbild)

Amt für Wald beider Basel

Darum gehts 

  • Ende März wurde im Churer Rheintal ein mutmasslicher Wolfshybride erlegt.

  • Hinweise deuteten darauf hin, dass es sich um einen Nachkommen einer sogenannten Hund-Wolf-Verpaarung handle.

  • Der Verdacht auf Hybridisierung konnte nun genetisch bestätigt werden. 

Ende März wurde ein mutmasslicher Wolfshybride im Churer Rheintal durch die Wildhut erlegt. Verschiedene Hinweise deuteten darauf hin, dass es sich beim männlichen Tier um einen abwandernden Nachkommen aus einer bekannten Hund-Wolf-Verpaarung in der Region Alessandria im Piemont handeln dürfte. 

Die genetischen Untersuchungen des mutmasslichen Wolfshybriden liegen nun vor. Wie das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden informiert, konnte der Verdacht auf Hybridisierung, bei diesem besonders hell gefärbten Tier, bestätigt werden. 

Paarung zwischen Hund und Wolf möglich

Das Amt für Jagd und Fischerei erklärt auf Anfrage, dass es durchaus möglich ist, dass sich Hunde und Wölfe paaren. «Wahrscheinlich ist die Paarung in Italien passiert», sagt Arno Puorger. Im Vergleich zur Schweiz würde es in Italien relativ häufig herrenlose Hunde geben, die in der Natur leben. «Hunde und Wölfe sind sich ähnlich und können sich paaren, wenn sie in der Paarungszeit aufeinandertreffen», so Puorger. 

Aus Sicht des Artenschutzes sei es wichtig, dass Hybridtiere erlegt werden, damit sie sich nicht reproduzieren können. Ansonsten könne dies negative Auswirkungen auf den Wolfsbestand haben. «Beispielsweise kann es wegen der Gene von Hunden zu äusserlichen Veränderungen beim Wolf kommen», sagt Puorger. 

Zählung bestätigt vier Hybrid-Rudel 

Eine Wolfszählung in Italien ergab, dass zurzeit vier Hybrid-Rudel in Norditalien leben. Laut Puorger gibt es jedoch keine Hinweise auf die Präsenz weiterer Hybriden im Kanton Graubünden.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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