Brutaler Aberglaube: Verdächtige nach Hexenverbrennung in Haft
Aktualisiert

Brutaler AberglaubeVerdächtige nach Hexenverbrennung in Haft

Anfang Monat wurde eine junge Mutter in Papua Neuguinea bei lebendigem Leib verbrannt – sie wurde der Hexerei bezichtigt. Nun müssen sich zwei Personen vor Gericht verantworten.

Anfang Monat wurde auf Papua-Neuguinea eine 20-jährige Frau vor mehreren hundert Personen verbrannt. Nun müssen sich zwei Personen wegen der Hexenverbrennung verantworten.

Anfang Monat wurde auf Papua-Neuguinea eine 20-jährige Frau vor mehreren hundert Personen verbrannt. Nun müssen sich zwei Personen wegen der Hexenverbrennung verantworten.

Im südpazifischen Inselstaat Papua-Neuguinea müssen sich zwei Personen wegen einer Hexenverbrennung verantworten. Sie werden beschuldigt, eine Frau vor mehreren hundert Zuschauern, darunter auch kleinen Kindern, lebendig verbrannt zu haben. Die 20-jährige Kepari Leniata wurde zu Beginn des Monats ausgezogen, gefoltert, mit Benzin übergossen und auf einem Haufen mit Autoreifen und Müll in Brand gesetzt. Die Verwandten eines sechsjährigen Jungen, der kürzlich im Krankenhaus gestorben ist, hatten ihr Hexerei vorgeworfen.

Regierung verurteilt Verbrechen scharf

Bei den jetzt Beschuldigten soll es sich nach Polizeiangaben um die Mutter und den Onkel des Jungen handeln. Nach dem Verbrechen waren in der vergangenen Woche zunächst mehr als 40 Menschen festgenommen worden. Die meisten wurden mangels Beweisen wieder freigelassen. In Papua-Neuginea werden unerklärliche, schicksalhafte Ereignisse oft auf den Einfluss von Hexerei zurückgeführt. Das Verbrechen an der jungen Frau wurde von der Regierung scharf verurteilt. (sda)

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