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14-jähriges Mädchen ermordetVerdächtiger im Fall Susanna im Irak gefasst

Ein 14-jähriges Mädchen wurde in Wiesbaden vergewaltigt und ermordet. Jetzt konnte der Verdächtige im Nordirak festgenommen werden.

von
fur
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Ali B. hat den Mord an der 14-jährigen Susanna F. gestanden: Sicherheitskräfte bringen den Iraker zu einem Helikopter, mit dem er ins Gefängnis geflogen wird. (10. Juni 2018)

Ali B. hat den Mord an der 14-jährigen Susanna F. gestanden: Sicherheitskräfte bringen den Iraker zu einem Helikopter, mit dem er ins Gefängnis geflogen wird. (10. Juni 2018)

AFP/Hasan Bratic
Mit diesen Fotos suchte die Polizei nach dem Iraker.

Mit diesen Fotos suchte die Polizei nach dem Iraker.

Boris Roessler
Er hatte sich zuvor in den Irak abgesetzt.

Er hatte sich zuvor in den Irak abgesetzt.

Boris Roessler

Der im Mordfall Susanna gesuchte 20-jährige Verdächtige ist gefasst. Der mit seiner Familie aus Deutschland geflohene Ali B. sei in der Nacht zum Freitag von kurdischen Sicherheitsbehörden im Nordirak auf Bitten der Bundespolizei festgenommen worden, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Innenministerkonferenz in Quedlinburg. Er lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit der kurdischen Behörden mit der Bundespolizei.

B. wird verdächtigt, die 14-jährige Susanna aus Mainz vergewaltigt und getötet zu haben. Das Mädchen wurde vor mehr als zwei Wochen vermisst gemeldet und am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefunden. Die DNA-Analyse der in einem schwer zugänglichen Gelände bei Wiesbaden-Erbenheim gefundenen Leiche ergab laut Staatsanwaltschaft Wiesbaden «zweifelsfrei», dass es sich um die vermisste Susanna handelt. Sie sei durch «Gewalteinwirkung auf den Hals» getötet worden.

Andere Namen benutzt

Ein im Zusammenhang mit der Tat zunächst ebenfalls festgenommener 35-jähriger Türke wurde am Donnerstagabend wieder freigelassen.

Mordfall Susanna F.

(Tamedia/AFP)

B. war Anfang Juni mit seiner Familie von Düsseldorf aus über die Türkei in den Nordirak geflohen. Bei der Kontrolle in Düsseldorf legten die acht Familienmitglieder laut Bundespolizei irakische Ersatzdokumente sowie deutsche Aufenthaltsgestattungen vor.

Ein Abgleich der Daten auf Pässen und Flugtickets fand nicht statt. Die Bundespolizei erklärte dazu, dass dies derzeit rechtlich nicht möglich sei. Auf den Tickets nutzte die Familie andere Namen als auf ihren offiziellen Dokumenten. (fur/afp)

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