16.02.2019 21:54

Swiss Music Awards

«Verdammte Scheisse noch mal, danke!»

Zum ersten Mal wurden die Swiss Music Awards in Luzern vergeben. Was von der Innerschweizer Premiere bleibt, haben wir hier zusammengefasst.

von
fim
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Vergangenes Jahr war er der grosse Sieger der Swiss Music Awards: Nemo. Daher darf er auch 2019 nicht fehlen. In einem komplett weissen Outfit und mit blonden Haaren erschien der Sänger bei der Show.

Vergangenes Jahr war er der grosse Sieger der Swiss Music Awards: Nemo. Daher darf er auch 2019 nicht fehlen. In einem komplett weissen Outfit und mit blonden Haaren erschien der Sänger bei der Show.

Oskar Moyano
Luca Hänni feierte bei den SMA eine besondere Premiere. Der Sänger ging das erste Mal mit seiner neuen Freundin Michèle über den roten Teppich. Seit Herbst 2018 sind die beiden ein Paar und am Mittwoch machten sie ihr Beziehung mit drei Fotos auf Instagram öffentlich.«Ich bin mega stolz auf sie, wie sie das gemeistert hat. Sie fühlt sich wohl und ich fühl mich wohl», so Luca gegenüber 20 Minuten.

Luca Hänni feierte bei den SMA eine besondere Premiere. Der Sänger ging das erste Mal mit seiner neuen Freundin Michèle über den roten Teppich. Seit Herbst 2018 sind die beiden ein Paar und am Mittwoch machten sie ihr Beziehung mit drei Fotos auf Instagram öffentlich.«Ich bin mega stolz auf sie, wie sie das gemeistert hat. Sie fühlt sich wohl und ich fühl mich wohl», so Luca gegenüber 20 Minuten.

Oskar Moyano
Der Stargast des Abends war eindeutig Billie Eilish. Die US-amerikanische Sängerin sorgte vor dem KKL für Kreischalarm. Bei ihrer Ankunft ...

Der Stargast des Abends war eindeutig Billie Eilish. Die US-amerikanische Sängerin sorgte vor dem KKL für Kreischalarm. Bei ihrer Ankunft ...

Oskar Moyano

1. Lo kommt ohne Leduc:

Der erste Award des Abends ging an Lo & Leduc, die als beste Gruppe ausgezeichnet wurden. Lo nahm den Preis allerdings alleine entgegen. Und lieferte sogleich eine Erklärung dafür: «Luc ist in den Ferien. Wir haben ausgelost, wer zu den SMA darf. Ich habe gewonnen», scherzte Lo auf der Bühne.

2. Die Off-Stimme:

Stefan Büsser schmiss die Show erstmals als Solo-Moderator. Er machte das wie gewohnt und erwartet cool und mit viel Büssi-Humor. Unterstützt wurde er von der bekannten SRF-Off-Stimme, die immer wieder ein paar Witze einwarf. Das wirkte bemüht – und es bleibt die Erkenntnis: Zusammen mit Alexandra Maurer war das frischer.

3. Der Mini-Büssi:

Um auf die Nachwuchsförderungsarbeit der Swiss Music Awards aufmerksam zu machen, durfte ein äusserst aufgeweckter 13-Jähriger als Nachwuchsmoderator die gemeinsame Performance von Stress und Comme1Flocon ansagen. Das war eher anstrengend.

4. Stress schüttet den Röstigraben zu:

«Ich will den Moment nutzen, um etwas Werbung für den Wilden Westen zu machen. Schweizer Musik ist nicht nur Mundart!», sagte Stress, nachdem er seinen Song «Effacer» zum Besten gegeben hatte. Und plauderte zur Unterstreichung seiner Aussage mit Comme1Flocon und der Genfer Musikerin Danitsa ein bisschen Französisch auf der Bühne.

5. Der neue Name:

Die Zürcher Indie-Band Black Sea Dahu gewinnt den Artist Award – gewählt wurde sie von über 100 Schweizer Künstlern. Die Band hat mit ihrem Song «In Case I Fall For You» einen ersten Spotify-Hit gelandet und über eine Million Streams geholt. Jetzt ist ihr Name auch einem breiten Publikum bekannt. «Das ist völlig insane!», sagt Sängerin Janine Cathrein auf der Bühne, als sie den Betonklotz entgegennimmt.

6. Rossinellis Konzert wird gecrasht:

Um den Preis für den besten Live-Act zu vergeben, wechselte Moderator Stefan Büsser kurzerhand vom Konzertsaal in den Luzerner Saal, wo die Showcases der SMA-live-Reihe stattfanden. Dort unterbrach er Anna Rossinelli, die mit ihrer Band mitten in einem Song war – aber eben auch den Gewinner der Kategorie verkünden sollte. Gewonnen hat die Schaffhauser Folk-Band The Gardener & the Tree.

7. Nemo ist blond:

Vorjahres-Abräumer Nemo überraschte für einmal vor allem optisch: Er kam in einem weissen Komplett-Look, passend dazu mit eisweissen Haaren. Steht ihm.

Was uns die Stars auf dem Teppich so verraten haben. (Video: 20 Minuten)

8. Billie-Mania:

Schon auf dem Teppich sorgte US-Durchstarterin Billie Eilish für das lauteste Gekreische (knapp dahinter: Nemo). Sie ging mit ihren Fans auf Selfie-Tuchfühlung, strich ihnen sogar über die Gesichter – und sorgte damit für ein paar Tränchen. Auch im Saal gehörte ihr der Wow-Moment: Während der Performance ihres Songs «When The Party Is Over» war es im Saal mucksmäuschenstill.

9. Die besten Reden:

Als Bligg seinen zweiten Stein für das beste Album abholte, dankte er zum Schluss seinem dreijährigen Sohn: «Während ich Texte geschrieben habe, lag er im Bett und schlief. Der ist für dich. Papa loves you!» Ein rührender Moment.

Zum Best Talent wurde der Appenzeller mit der Wunderstimme gekürt: Marius Bear setzt sich gegen die Walliser KT Gorique und JulDem durch. Auch er bewegte mit seinem Auftritt. «Ich zittere wie ein nasser Hund!», sagt er auf der Bühne. Dann sucht er nach Worten – und findet sie so halb. Jedenfalls: Marius Bear ist ein verdienter und äusserst sympathischer Best-Talent-Gewinner.

10. Der grosse Sieger:

«Verdammte Scheisse noch mal, danke!» Mit diesen Worten trat Loco Escrito ans Mikrofon, der mit «Adiós» den besten Hit des Jahres geschrieben hat.

Den Preis widmete er seiner Mutter und seiner Schwester, die im Publikum sassen: «Ich konnte manchmal nicht schlafen, weil sie nicht schlafen konnten.» Die beiden hätten immer an ihn geglaubt. Mit einem Selflove-Appell und einer Latino-Liebesbekundung in Spanisch beendet er den Show-Abend. Der grösste Schweizer Hit des Jahres ist zum ersten Mal ein Latin-Song.

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