Nach Ed-Sheeran-Konzert: «Verdammte Schweinerei» – Hotelgäste müssen auf Sofa in der Lobby nächtigen

Aktualisiert

Nach Ed-Sheeran-Konzert«Verdammte Schweinerei» – Hotelgäste müssen auf Sofa in der Lobby nächtigen

Rund 200 Franken kostet eine Nacht im Hyatt Regency Hotel in Zürich. Aufgrund eines technischen Fehlers mussten jedoch einige Gäste in der Lobby schlafen. 

von
Vincent Vogler

Gegen halb zwei Uhr kam es noch zu einem falschen Feueralarm. 

News-Scout

Darum gehts

  • Nach dem Konzert von Ed Sheeran am Freitag wollte News-Scout A. K.* sein gebuchtes Zimmer im Hyatt Regency Hotel am Flughafen Zürich betreten.

  • Seine Zimmertüre liess sich jedoch nicht mehr öffnen.

  • Gemeinsam mit anderen Gästen schlief er auf einer Couch in der Lobby.

  • Ein falscher Feueralarm gegen halb zwei Uhr machte die Horror-Nacht perfekt.

  • Der News-Scout ist sauer und hofft auf Wiedergutmachung. 

Für Ed Sheeran sind die Fans am Freitag von überall her ins Letzigrund Stadion nach Zürich gereist. Über 50’000 Fans fasst die Arena, die seit Monaten restlos ausverkauft war. Auch News-Scout A. K.* wollte sich den Rotschopf mit der prägnanten Stimme nicht entgehen lassen und reiste aus Basel an. Für die Nacht auf Samstag buchte er das Hyatt Regency Hotel am Flughafen Zürich, da er am nächsten Tag ohnehin in die Ferien flog.

«Ich kam gegen 17 Uhr im Hotel an und legte meinen Koffer im Zimmer ab, bevor ich mich auf den Weg zum Konzert machte», so K. Nach einer ausgelassenen Nacht im Letzigrund sei er gegen ein Uhr wieder zurück im Hyatt gewesen, um zu schlafen. Doch daran war vorerst nicht zu denken: «Die Türe meines Zimmers liess sich nicht mehr öffnen», sagt er. Auch an der Rezeption habe man das Problem nicht lösen können. K. hatte also weder Bett noch Gepäck. 

Hotel nimmt Stellung zu den Vorfällen

Auf Anfrage sagt Benno Geruschkat, Chef des Hyatt Regency Zürich, gegenüber 20 Minuten: «In der Nacht von Freitag, 16. September auf Samstag, 17. September kam es im Hyatt Regency Zürich Airport The Circle zu einem Fehler im Reservierungssystem, der dazu führte, dass die Zimmer einzelner Gäste vorübergehend nicht verfügbar waren. Das Problem konnte bereits in den Morgenstunden des 17. Septembers behoben werden und das Hotelteam kontaktiert zurzeit die betroffenen Gäste.»

Danach sei es in der selben Nacht noch zu einem Feueralarm gekommen. Daher haben sich alle Gäster für kurze Zeit in der Lobby des Hotels versammeln müssen, so Geruschkat weiter. «Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten und bitten unsere Gäste um Entschuldigung.» 

Neben Fremden auf der Hotelcouch

Eine Umbuchung in ein anderes, günstiges Hotel sei aufgrund der vielen Konzert-Besucher und -Besucherinnen nicht möglich gewesen. Es habe allerdings noch freie Zimmer im Partnerhotel, dem Park Hyatt, gegeben. «Doch anstatt, dass sie mich kurzerhand dorthin umbuchen, verlangten sie 3500 Franken für die Nacht dort», so der News-Scout.

Als der Basler das Angebot abgelehnt habe, habe man ihm gesagt, dass er auf dem Sofa in der Lobby schlafen könne. «Das ist eine verdammte Schweinerei», sagt er. «Ich nächtige etwa 60 Mal pro Jahr in dieser Hotelkette und dann gehen sie so mit mir um.» Und nicht nur mit ihm: Laut K. sind etwa eine Handvoll anderer Gäste neben ihm auf den Sofas gelegen. 

Plötzlich Hotelgäste im Bademantel in der Lobby

«Uns wurde nichts gegeben, weder Decke noch Kissen. Wer etwas dabeihatte, legte das unter seinen Kopf und versuchte irgendwie zu schlafen», erklärt er. Dies sei in der beleuchteten Lobby aber kaum möglich gewesen. Ein falscher Brandalarm gegen halb zwei Uhr habe das Schlamassel dann endgültig perfekt gemacht: «Plötzlich standen 300 Hotelgäste, viele davon im Bademantel, in der Lobby und warteten.»

Nach all dem Trubel habe er dann schlussendlich doch noch knappe drei Stunden schlafen können. Am Morgen sei dann auch sein Zimmer wieder aufgegangen. Es sei aber nur noch Zeit geblieben, um den Koffer zu holen und auszuchecken. Für K. ist klar, nach dieser Horror-Nacht verdient er eine Wiedergutmachung vom Hotel. 

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Manche erschienen im Bademantel.

Manche erschienen im Bademantel.

News-Scout
Gegen halb zwei Uhr versammelten sich alle Hotelgäste wegen eines Fehlalarms in der Lobby.

Gegen halb zwei Uhr versammelten sich alle Hotelgäste wegen eines Fehlalarms in der Lobby.

News-Scout

Auf Anfrage von 20 Minuten konnte am Samstag beim Hyatt Regency Hotel niemand Auskunft geben. 

*Name der Redaktion bekannt 

Musstest du auch schon mal eine Nacht in einer Lobby verbringen?

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