Managerlöhne: «Verdiene weniger als 10 Millionen Franken»

Aktualisiert

Managerlöhne«Verdiene weniger als 10 Millionen Franken»

UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer setzt ein Zeichen: «Mein Lohn wird in jedem Fall unter 10 Millionen Franken liegen», sagt er in der Zeitung «Sonntag». Eine exakte Zahl nennt aber auch er nicht.

Kurers Vergütung ist immer noch horrend, aber rund dreimal tiefer als jene von Marcel Ospel in dessen letztem regulären Amtsjahr 2006. Ospel kassierte damals 26,6 Millionen Franken. Kurer gibt sich auch bescheidener als sein Pendant bei der Credit Suisse, Walter B. Kielholz. Dessen Jahresvergütung beläuft sich auf knapp 15 Millionen Franken.

«Die Richtung stimmt»

Peter Kurer sieht generell sinkende Gehälter in der Branche. «Die Löhne in der Bankindustrie gehen nach unten, vor allem in der Investmentbank», sagt er. Die UBS werde ihren Angestellten aber weiterhin «solide Boni» zahlen. «Unsere Mitarbeiter wissen aber auch, dass die Summe der Boni in der Bank von oben bis unten zwangsläufig kleiner wird.»

In ersten Reaktionen äussern sich Dominique Biedermann von der Anlagestiftung Ethos und Trybol-Unternehmer Thomas Minder, Urheber der Abzocker-Initiative, vorsichtig zu Kurers Lohn. «Die Richtung stimmt, aber wir möchten zuerst noch das angekündigte neue Bonus-Reglement der UBS sehen», sagt Biedermann. Und Minder ergänzt: «An der nächsten UBS-Generalversammlung muss über die Vergütungen abgestimmt werden können.»

Sitz-Verlagerung ins Ausland dementiert

Peter Kurer verneint im Interview mit dem «Sonntag» zudem, dass die UBS ihren Hauptsitz ins Ausland verlegen könnte, weil die Bankenaufsicht die Vorschriften bezüglich der Eigenmittel verschärfen möchte. Entsprechende Drohungen waren aus Grossbankenkreisen mehrmals zu hören. Kurer gibt Entwarnung: «Eine Verlegung des Hauptsitzes ist in keiner Art und Weise ein Thema.»

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