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Verdorbener Rauchlachs in Schweizer Geschäften

In Schweizer Verkaufsregalen liegt teils verdorbener Rauchlachs. Ein Drittel der 15 untersuchten Sorten fiel in einem Test der Zeitschrift «K-Tipp» durch.

Die gute Nachricht vorweg: Keine der Rauchlachssorten enthielt das krebserregende Umweltgift PCB. Listerien und Staphylokokken gab es auch keine. Schlechter sieht es dagegen bei den Keimen und den Darmbakterien aus. Laut dem «K-Tipp»-Test haben 6 der 15 Proben die gesetzlichen Höchstwerte überschritten: Brötli-Lachs und Pazifik-Wildlachs Coho (beide Coop), Cyril of Ireland (Globus), Irland-Rauchlachs (Mövenpick), Brötlilachs Luxor (Migros) und York Wildräucherlachs (Carrefour). Bei den Darmbakterien überschritten der York-Lachs und der Luxor-Brötlilachs den Toleranzwert gleich 200fach beziehungsweise 240fach.

«Schlicht inakzeptabel», kommentiert der Berner Kantonschemiker Urs Müller. Wenn der Toleranzwert mehr als 100fach überschritten werde, sei der Lachs verdorben. Laut Müller werde die Haltbarkeit der Produkte oft überschätzt: «Die Verbrauchsdaten werden zu grosszügig festgelegt.»

Carrefour und Globus haben die beanstandeten Lachsprodukte bereits aus dem Verkauf genommen.

(alk)

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