Aktualisiert 20.05.2020 13:53

Zürich

Verein verteilt wegen Corona fünf Tonnen Lebensmittel

Am kommenden Sonntag verteilt der Verein Siidefade in der Tonhalle Maag in Zürich 500 Corona-Hilfspaket an Menschen, die wegen der Corona-Krise in Not sind.

von
Daniel Waldmeier
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In  Genf sind am vergangenen Samstag erneut Lebensmittel-Pakete an Bedürftige verteilt worden.

In Genf sind am vergangenen Samstag erneut Lebensmittel-Pakete an Bedürftige verteilt worden.

keystone-sda.ch
Insgesamt 2600 Pakete wurden verteilt.

Insgesamt 2600 Pakete wurden verteilt.

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Das sind fast 1000 Pakete mehr als noch vor einer Woche.

Das sind fast 1000 Pakete mehr als noch vor einer Woche.

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Hunderte Menschen stehen in der reichen Schweiz für Lebensmittel an: Die Bilder aus Genf und anderen Schweizer Städten rüttelten auf. Der Verein Siidefade, der sich für armutsbetroffene Menschen in der Schweiz einsetzt, hat darum zusammen mit Partnern Geld für eine Hilfsaktion in der Deutschschweiz gesammelt. Innert weniger Tage sei eine stolze Summe zusammengekommen, schreibt der Verein in einer Mitteilung. Sie reiche für fünf Tonnen Lebensmittel und 500 Hilfspakete für Personen, die aufgrund der Corona-Pandemie in Armut geraten seien.

Die Päckli werden am kommenden Sonntag in Zürich in der Tonhalle Maag verteilt. Jedes enthält rund 10 Kilo Lebensmittel sowie Körperpflege- und Hygieneprodukte. Betroffene können sich ab Mittwoch auf der Website Siidefade.ch für ein Päckli registrieren. Pro Haushalt wird nur eines abgegeben, die Hygiene- und Verhaltensregeln müssen bei der Abgabe eingehalten werden.

19 Kollegen hatten die Idee

Gesponsert wird die Aktion von Privaten, der Tonhalle Maag, Unilever Schweiz und der Difense Group. Der Verein ist auch eine Partnerschaft mit Lidl Schweiz eingegangen. Lanciert haben die Aktion 19 Kollegen, die zusammen in einer Whatsapp-Gruppe waren. «Wir waren betroffen über die Bilder aus Genf. Wir haben dann angefangen, im Umfeld Geld zu sammeln», sagt Initiant Michael Zaugg (31). Die Resonanz sei überwältigend gewesen. «Dann haben wir den Vereien Siidefade an Bord geholt.»

Zaugg rechnet damit, dass die Päckli schnell weg sein werden. «Wir richten uns an alle Bedürftigen, etwa an die Familie am Existenzminimum, die vorübergehend in Not geraten ist», sagt der selbständige Digitalberater.

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Michael Zaugg ist einer der Initianten der Hilfsaktion.

Michael Zaugg ist einer der Initianten der Hilfsaktion.

zvg
Fabienne Menna ist Co-Gründerin des Vereins Siidefade. Dieser hat namhafte Sponsoren für die Aktion gewonnen.

Fabienne Menna ist Co-Gründerin des Vereins Siidefade. Dieser hat namhafte Sponsoren für die Aktion gewonnen.

zvg
So sieht die Tasche aus.

So sieht die Tasche aus.

zvg
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26 Kommentare
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Jolanda

21.05.2020, 14:53

@John Wick. teure Markenkleider,da muss ich lachen.Sie haben von Mode aber null Ahnung. Corona aber zeigt dass 80 %der Schweizer mit 2 Monaten ohne Lohn schon um Hilfe schreien.Steuern umd KK nicht bezahlen können,aber im Motzen und betteln Spitze sind.Peinlich!

lisa

21.05.2020, 14:36

Ich bin einmal mehr schockiert. Da hat es ein paar Gutmenschen welche den Armen Lebensmittel schenken, an und für sich ja was tolles. Haben sie sich schon mal gefragt wie sich jemand fühlt der stundenlang wie ein bettler in anstehen muss um einen Sack mit Essen zu ergattern. Alte Menschen, Behinderte, Alleinerziehende für diese Menschen ist das eine Tortur. Jede Stadt, jede Gemeinde weiss wo diese Menschen wohnen , wieso dezentralisiert man die ausgabe nicht

Zois

21.05.2020, 13:36

@Montereyg: Du tust uns allen wirklich leid, dass du bereits vor 45 Jahre leben musstest. Aber zum Glück wird die Welt ja immer zu einem besseren Ort und die schlechten Zeiten von früher können wir vergessen. Lass den Kopf nicht hängen!