Lebenstraum: Verena zieht in Einsiedelei
Aktualisiert

LebenstraumVerena zieht in Einsiedelei

Für Verena Dubacher erfüllt sich «ein langjähriger Traum». Als erste Frau zieht die Einsiedlerin in die Verenaschlucht.

von
Patrick Marbach

Ein Bett, ein Regal, ein Stuhl und Gottvertrauen: Das ist alles, was Verena Dubacher aus ihrem bisherigen Leben mit in die Klause nimmt. «Dass ich in der Einsiedelei meiner Namenspatronin leben darf, macht mich be­sonders glücklich», erklärt die 63-Jährige. Hochzufrieden ist auch die Bürgergemeinde Solothurn, dass sich unter den 20 Bewerbern eine derart motivierte Nachfolgerin für den altersgeschwächten Waldbruder ­Johannes fand. «Verena ist als Bauerstochter in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Sie kann anpacken und den Unterhalt der Kapellen und des Gartens bestens bewältigen», sagt Bürgergemeindeschreiber Sergio Wyniger.

Zudem hat die ehemalige Religionspädagogin ein offenes Herz für die Anliegen der vielen Besucher: «Es würde mich freuen, wenn mich alle – in der Höflichkeitsform – ganz einfach mit Verena ­ansprechen würden.» Gerne widme sie sich aber auch der Meditation und dem Alleinsein in der Abgeschiedenheit und der Stille dieses Kraft­ortes. Denn: «Wer demütig glaubt, ist nicht einsam.»

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