Stadt Zürich: Verfahren gegen weitere VBZ-Kontrolleure eröffnet
Aktualisiert

Stadt ZürichVerfahren gegen weitere VBZ-Kontrolleure eröffnet

Anfang Juli eskalierte eine Billettkontrolle in Wipkingen. Ein VBZ-Kontrolleur sitzt seither in U-Haft. Nun wurde ein Verfahren gegen vier weitere Kontrolleure eingeleitet.

von
wed
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Bei der Haltestelle Wipkingen kam es am 1. Juli 2018 zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Fahrgast und mehreren VBZ-Mitarbeitern.

Bei der Haltestelle Wipkingen kam es am 1. Juli 2018 zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Fahrgast und mehreren VBZ-Mitarbeitern.

Thomas Mathis
Der beteiligte VBZ-Kontrolleur blieb vorerst in Haft. Der Fahrgast wurde wieder entlassen. Der Fall ist aussergewöhnlich. Es scheint, als wäre der Kontrolleur handgreiflich geworden.

Der beteiligte VBZ-Kontrolleur blieb vorerst in Haft. Der Fahrgast wurde wieder entlassen. Der Fall ist aussergewöhnlich. Es scheint, als wäre der Kontrolleur handgreiflich geworden.

Thomas Mathis
Meist sind es aber die Passagiere, die die VBZ-Mitarbeiter angreifen. Ein Schwarzfahrer schlug etwa im April 2018 einen VBZ-Kontrolleur mit der Faust, als er kein Billett vorweisen konnte.

Meist sind es aber die Passagiere, die die VBZ-Mitarbeiter angreifen. Ein Schwarzfahrer schlug etwa im April 2018 einen VBZ-Kontrolleur mit der Faust, als er kein Billett vorweisen konnte.

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Sechs leicht verletzte Personen und zwei Verhaftungen – so das Resultat einer Billettkontrolle, die am Sonntag, 1. Juli 2018 beim Bahnhof Zürich-Wipkingen aus dem Ruder gelaufen ist. Ein Fahrgast (20) und ein VBZ-Kontrolleur wurden verhaftet.Während der 20-Jährige am gleichen Tag wieder freikam, sitzt der VBZ-Mitarbeiter weiterhin in Haft. Für den 45-jährigen Kontrolleur wurde eine Untersuchungshaft für die Dauer von einem Monat bewilligt. Gegen beide wurde ein Strafverfahren eröffnet.

Wie die NZZ nun berichtet, bleibt es aber nicht bei den beiden Strafverfahren. Die zuständige Staatsanwältin hat inzwischen auch gegen weitere vier VBZ-Angestellte, die bei der Kontrolle beteiligt waren, eine Untersuchung eingeleitet.

Die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet auch von einer weiteren involvierten Person: einem 50-jährigen Passanten, der sich bei der Haltestelle befand, als die Kontrolle eskalierte. Dieser habe den Streit mit seinem Handy gefilmt. Laut Augenzeugen soll einer der Kontrolleure ihm daraufhin das Handy entrissen haben.

Derweil kümmert sich nun das Zürcher Obergericht um die Verfahren. Dieses muss die Staatsanwaltschaft zu Ermittlungen ermächtigen, da es sich bei den Kontrolleuren um Beamte handelt.

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