Aktualisiert

Verfahren gegen Zürcher Stadtpolizisten eingestellt

Der Polizist hatte im im August 2002 bei einer Einbrecherjagd einen unbeteiligten Passanten schwer verletzt.

Der Einsatz der Schusswaffe war gemäss Bezirksanwaltschaft verhältnismässig.

Am 24. August 2002 verletzte der Beamte gegen vier Uhr nachts einen von zwei Dieben, die in ein Oerliker Warenhaus eingebrochen waren, mit Schüssen. Eine Kugel traf dabei einen unbeteiligten Passanten in den Oberkörper. Der Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen und lag rund drei Wochen im Spital.

Wenige Tage nach dem Vorfall wies die Stadtpolizei an, wonach Polizisten vorläufig nicht mehr auf flüchtende Einbrecher schiessen sollten. Zuvor hatte die Stadtpolizei befunden, dass der Schusswaffeneinsatz bei schweren Delikten grundsätzlich erlaubt ist - diesen Standpunkt bekräftigt nun die Bezirksanwaltschaft Zürich.

Flüchtende Einbrecher und ein Warenhaus als Einbruchsobjekt wiesen auf eine «verhältnismässig gewichtige Tat», teilte die Bezirksanwaltschaft am Freitag mit. Die Untersuchungen ergaben, dass der Beamte vor den fünf gezielten Schüssen den Flüchtenden mit Rufen gewarnt und zwei Warnschüsse abgegeben hatte.

Der Polizist habe den unbeteiligten Passanten nicht gesehen. Zudem sei um vier Uhr nachts das Risiko verhältnismässig klein gewesen, dass sich Unbeteiligte in der Nähe aufhielten. Die Untersuchungen ergaben, dass der Beamte dem flüchtenden Einbrecher gezielt auf die Beine geschossen und ein Abpraller den Passanten verletzt hatte.

Die Schussabgabe stand aus diesen Gründen «in Einklang mit der Dienstanweisung», entschied die Bezirksanwaltschaft und stellte das Strafverfahren gegen den Polizisten ein. (sda)

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