17.09.2020 11:08

Drei Tote in Zürich-Wiedikon Verfahren wird eingestellt

Ein Mann hatte im Mai 2019 in einer Wohnung Zürich-Wiedikon zwei Frauen als Geiseln genommen. Weil der Täter tot ist, schliessen die Staatsanwaltschaft und Polizei den Fall ab.

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Drei Tote bei Geiselnahme in Zürich-Wiedikon im Mai 2019: Gemäss Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei handelte es sich definitiv um ein Tötungsdelikt.

Drei Tote bei Geiselnahme in Zürich-Wiedikon im Mai 2019: Gemäss Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei handelte es sich definitiv um ein Tötungsdelikt.

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M.S. (38) wurde im Msi in Zürich erschossen. Sie lebte zusammen mit...

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der 34-jährigen Kosovarin I.S., die früher mit dem Geiselnehmer zusammen war.

der 34-jährigen Kosovarin I.S., die früher mit dem Geiselnehmer zusammen war.

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Darum gehts

  • Im Mai 2019 nahm ein 60-jähriger Mann zwei Frauen im Alter von 34 und 38 Jahren als Geiseln.
  • Er erschoss beide und richtete sich selbst.
  • Das Verfahren der Staatsanwaltschaft ist nun eingestellt worden.

Die Ermittlungen zur Geiselnahme mit drei Toten in Zürich im Mai 2019 sind abgeschlossen. Gemäss Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei handelte es sich definitiv um ein Tötungsdelikt.

Die Beteiligung einer Drittperson am Gewaltdelikt kann ausgeschlossen werden, wie die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Nach Abschluss der Ermittlungen und weil der Täter tot ist, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren Anfangs September ein.

Ein 60-jähriger Mann hatte in einer Wohnung am Döltschiweg in der Stadt Zürich am frühen Morgen des 31. Mai 2019 zwei Frauen als Geiseln genommen. Im Verlaufe der über drei Stunden dauernden Geiselnahme erschoss der Mann zuerst die 38-jährige Wohnungsmieterin und später seine 34-jährige Ex-Partnerin. Schliesslich richtete er sich selbst.

Polizei mit Grossaufgebot vor Ort

Alle drei Personen wohnten im Kanton Zürich. Der Täter und seine Ex-Partnerin waren Schweizer, die Wohnungsmieterin aus der Tschechischen Republik.

Die Polizei war während der Geiselnahme schon sehr früh mit einem Grossaufgebot vor Ort und riegelte das Gebiet um das Wohnhaus am Döltschiweg im Kreis 3 ab. Der Geiselnehmer drohte zunächst die Frauen zu erschiessen, wenn sich die Polizei nicht zurückziehe.

Bei Verhandlungen mit der Polizei gab der Mann später an, seine Aktion beenden und sich stellen zu wollen. Wenig später fielen jedoch mehrere Schüsse in der Wohnung, worauf sie von der Interventionseinheit Skorpion gestürmt wurde. Die Polizisten trafen auf drei schwerst verletzte Personen, die trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort verstarben.

Die Polizei habe die Wohnung nicht früher gestürmt, weil der Mann habe aufgeben wollen, erklärte damals Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi. Man habe nicht davon ausgehen müssen, dass er eine solche Tat vollbringe.

(SDA)

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