Buchs SG: Verfilzte Pekinesen – die Spur führt ins Bordell
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Buchs SGVerfilzte Pekinesen – die Spur führt ins Bordell

Vor rund einer Woche hat ein Bauarbeiter in Buchs zwei verwahrloste Pekinesen gefunden. Die Tiere waren total verfilzt. Die Spur führt in ein Rheintaler Bordell.

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qll
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Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfiltzt und verwahrlost.

Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfiltzt und verwahrlost.

Edith Zellweger
«So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet.

«So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet.

Edith Zellweger
Weil die Verfilzung sich bereits zu grossflächigen Filzplatten entwickelt hatte, ...

Weil die Verfilzung sich bereits zu grossflächigen Filzplatten entwickelt hatte, ...

Edith Zellweger

Nachdem ein Bauarbeiter letzten Dienstag zwei Pekinesen auf einem Parkplatz in Buchs vorgefunden hatte, wurde die Tierschützerin Edith Zellweger informiert. Die Tierschützerin holte die total verfilzten und verwahrlosten Hunde sofort ab und meldete den Fund der Polizei. Denn sowohl die Vernachlässigung als auch die Aussetzung von Tieren ist strafbar.

Ehemaliger Besitzer in Lateinamerika

Inzwischen haben sich die Behörden des Falles angenommen. Diese Tage führten Beamte von Polizei und Veterinäramt eine Haussuchung in einer Liegenschaft beim Bahnhof Buchs durch. In dem Haus ist auch ein Bordellbetrieb untergebracht. Mehrere Frauen schaffen dort an.

Laut Aussagen von Szenekennern gehörten die Hunde dem Bordellbetreiber. Dieser lebt normalerweise im Fürstentum Liechtenstein, halte sich zurzeit aber in Lateinamerika auf. Für 20 Minuten war er am Montag nicht erreichbar.

Sicher ist: Der Mann hat Bilder der beiden Hunde auf Facebook gepostet. Auf den Bildern sehen die jungen Hunde gesund und gepflegt aus. Vergangene Woche waren die beiden total verschmutzt, rochen übel und machten einen erbärmlichen Eindruck.

Suche nach einem neuen Zuhause

Die rund vierjährigen Pekinesen – Max und Moritz, wie Zellweger sie getauft hat – befinden sich weiterhin bei der Tierschützerin. Bereits hätten sich mehrere Interessenten bei ihr gemeldet, so Zellweger.

Bevor sie die Hunde aber weitergibt, möchte sie die jeweiligen Interessenten überprüfen. Die Hunde sollen zu einer liebevollen Familie, wo sie anständig gehalten werden sollen, so Zellweger. Auch würde sie die Hunde nur mit einem Tierschutzvertrag weitergeben.

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