Live-Counter: Verfolgen Sie die Zuwanderung in Echtzeit

Aktualisiert

Live-CounterVerfolgen Sie die Zuwanderung in Echtzeit

Schauen Sie live zu, wie viele Ausländer jede Sekunde in die Schweiz kommen, wie viele bleiben und was dies für den Schweizer Staatshaushalt bedeutet.

von
Nikolai Thelitz
1 / 7
395 Einwanderer pro Tag: 72'000 Personen sind im ersten Halbjahr 2015 in die Schweiz eingewandert, meist aus EU/Efta- Staaten. Das gibt alle 3 Minuten und 39 Sekunden einen neuen Bewohner. Die Zahl der Einwanderer ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,2 Prozent gestiegen. Die Nettozuwanderung nahm aber trotzdem ab, da die Zahl der Auswanderer stieg.

395 Einwanderer pro Tag: 72'000 Personen sind im ersten Halbjahr 2015 in die Schweiz eingewandert, meist aus EU/Efta- Staaten. Das gibt alle 3 Minuten und 39 Sekunden einen neuen Bewohner. Die Zahl der Einwanderer ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,2 Prozent gestiegen. Die Nettozuwanderung nahm aber trotzdem ab, da die Zahl der Auswanderer stieg.

Christian Beutler
17 Rückschaffungen pro Tag:  Wird ein Asylgesuch abgelehnt, so kann die Person selbstständig abreisen oder aber die Schweizer Behörden schaffen sie zurück. 6321 s olcher Rückschaffungen hat es 2014 gegeben. Rund 3600 davon gingen ins Heimatland, 2400 wurden in den Dublin-Staat, der für das Asylgesuch des Flüchtlings verantwortlich ist, zurückgeführt.

17 Rückschaffungen pro Tag: Wird ein Asylgesuch abgelehnt, so kann die Person selbstständig abreisen oder aber die Schweizer Behörden schaffen sie zurück. 6321 s olcher Rückschaffungen hat es 2014 gegeben. Rund 3600 davon gingen ins Heimatland, 2400 wurden in den Dublin-Staat, der für das Asylgesuch des Flüchtlings verantwortlich ist, zurückgeführt.

Keystone/AP/Gaetan Bally
23'562 Touristen pro Tag:  Die allermeisten Ausländer, die Fuss auf Schweizer Boden setzten, gehen bald wieder. Die Schweiz verzeichnet jedes Jahr 8,6 Millionen internationale Besucher, was sie auf Patz 32 der weltweit beliebtesten Feriendestinationen bringt. Die internationalen Touristen bescheren der Schweizer Wirtschaft jährlich 15,5 Milliarden Franken Einnahmen, das ergibt Platz 18 auf der Weltrangliste.

23'562 Touristen pro Tag: Die allermeisten Ausländer, die Fuss auf Schweizer Boden setzten, gehen bald wieder. Die Schweiz verzeichnet jedes Jahr 8,6 Millionen internationale Besucher, was sie auf Patz 32 der weltweit beliebtesten Feriendestinationen bringt. Die internationalen Touristen bescheren der Schweizer Wirtschaft jährlich 15,5 Milliarden Franken Einnahmen, das ergibt Platz 18 auf der Weltrangliste.

Keystone/AP/Steffen Schmidt

Alle 3,6 Sekunden trifft ein Ausländer in der Schweiz ein. In unserem vom britischen «Mirror» inspirierten Live-Counter können Sie sehen, wie viele Ausländer die Schweiz schon betreten haben, seitdem Sie mit der Lektüre dieses Artikels angefangen haben:

Insgesamt kommen 16 Ausländer pro Minute in der Schweiz an, das sind 1000 pro Stunde oder 24'000 am Tag. Allerdings kommen längst nicht alle, um zu bleiben: Fast alle dieser Leute sind Touristen. 8,6 Millionen internationale Ankünfte verzeichnet die Schweiz laut BFS jedes Jahr, was sie auf Platz 32 der beliebtesten Feriendestinationen bringt. Seit Aufruf dieses Artikels sind also

in der Schweiz angekommen. Die Zahl der Ausländer, die sich hier niederlassen, ist sehr viel kleiner. Rund 72'000 waren es im ersten Halbjahr 2015. Geht man davon aus, dass die Einwanderung mit dieser Geschwindigkeit weitergeht, sind seit Beginn der Lektüre genau

in der Schweiz angekommen. Es dauert 3 Minuten und 39 Sekunden, bis ein neuer Einwanderer in der Schweiz eintrifft. Gleichzeitig gibt es auch Ausländer, die die Schweiz wieder verlassen. Rund 34'000 Personen haben im ersten Halbjahr 2015 der Schweiz den Rücken gekehrt. Bis jetzt sind das

Alle acht Minuten packt ein Ausländer seine Koffer und geht. Die Nettozuwanderung, also Anzahl Einwanderer minus Anzahl Auswanderer, belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf rund 35'000 Personen. Während die Zuwanderung im ersten Halbjahr um 2,2% gestiegen ist, nahm die Abwanderung um 8,3% zu, so dass die Netto-Zuwanderung im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,4% gesunken ist.

Die Zahl der Flüchtlinge, die in der Schweiz Asyl beantragt hat, ist hingegen gestiegen. Mit 23'765 Gesuchen gingen letztes Jahr rund zehn Prozent mehr Gesuche gegenüber dem Vorjahr ein. Im Schnitt ersucht alle 23 Minuten jemand um Asyl in der Schweiz.

Von diesen Asylbewerbern dürfen etwa zwei Drittel bleiben. Wenn ein Gesuch abgelehnt wird, reisen einige von selbst ab, andere werden vom Bund ausgeschafft. Insgesamt wurden seit dem Klick auf den Artikel bis jetzt

vorgenommen. 1 Stunde und 25 Minuten vergehen im Schnitt, bis eine Ausschaffung vorgenommen wird. Während dem Asylprozess zahlt der Bund pro Tag an Kantone und Gemeinden für die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung von Asylbewerbern eine Pauschale von 1500 Franken. Bis jetzt wurden so

an die Kantone ausgeschüttet. Überschreiten die Kosten die Pauschale, müssen die Gemeinden für die Zusatzkosten selber aufkommen.

Doch wie wirkt sich die Einwanderung finanziell auf die Schweiz aus? Laut International Migration Outlook 2013, einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), ist die Schweiz eines der Länder, die am meisten von der Einwanderung profitieren können. 6,5 Milliarden Franken zahlen Ausländer jedes Jahr mehr in den Staatshaushalt ein, als sie kosten. Seit Beginn der Lektüre haben Einwanderer gemäss diesen Zahlen also unter dem Strich

zum Schweizer Staatshaushalt beigetragen. Doch nicht alle europäischen Länder können derart profitieren: Während in Luxemburg die Bilanz ähnlich positiv wie in der Schweiz ausfällt, kosten Ausländer in Deutschland oder Frankreich mehr, als von ihnen eingezahlt wird.

Deine Meinung