Aktualisiert 16.05.2020 14:29

Kleine Tiere ganz gross

Vergesst Büsis! So herzig können Krabbeltiere sein

Der Luzerner Tierfotograf Roman Willi macht atemberaubende Bilder von allem was kreucht und fleucht. Seine Spezialität sind Makro-Aufnahmen von Spinnen und Insekten.

von
Nathan Keusch
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Roman Willi macht mit seinen Bildern kliene Tiere ganz gross.

Roman Willi macht mit seinen Bildern kliene Tiere ganz gross.

Roman Willi/www.endlessfields.ch
Der Luzerner Fotograf hat sich auf Makro-Aufnahmen von Insekten und Spinnen spezialisiert.

Der Luzerner Fotograf hat sich auf Makro-Aufnahmen von Insekten und Spinnen spezialisiert.

Roman Willi/www.endlessfields.ch
 Die Natur, insbesondere Spinnen und Insekten, begeistern Roman schon seit seiner Kindheit.

Die Natur, insbesondere Spinnen und Insekten, begeistern Roman schon seit seiner Kindheit.

Roman Willi/www.endlessfields.ch

Wenn sich der Naturfotograf Roman Willi auf die Suche für sein nächstes Motiv macht, muss er seine Augen offen halten. Der 27-jährige Luzerner hat sich auf Bilder von Spinnen und Insekten fokussiert. Manchmal lichtet er zwar auch grössere Tiere wie Reptilien oder Vögel ab, Makro-Aufnahmen von Krabbeltieren sind aber seine Spezialität. Seine Bilder teilt er oft auf Instagram.

Fotografie als Beitrag zum Artenschutz

Roman fotografiert zum Beispiel Zwergzikaden bei der Paarung oder wie sich dutzende Ameisen über eine Spinne hermachen. Er möchte das einzigartige Verhalten der kleinen Tiere in ihrem natürlichen Habitat auf seinen Bildern einfangen.«Ich glaube, dass das Kreieren solcher Bilder wichtig ist, um auf den Artenschutz aufmerksam zu machen», schreibt er auf seiner Website.

Die Natur, insbesondere Spinnen und Insekten, habe schon seit seiner Kindheit begeistert, sagt Roman gegenüber 20 Minuten. «Als ich dann angefangen habe zu fotografieren, war klar wo die Reise hin führt.» Besonders angetan haben es Roman die Springspinnen. «Das ist eine sehr vielfältige Spinnenfamilie mit über 5000 beschriebenen Arten, wovon es in der Schweiz gibt es 78 Arten gibt. Mich fasziniert ihr Verhalten und ihr Aussehen.»

Keine Schnappschüsse

Für seine Bilder ist Roman schon nach Südamerika und nach Afrika gereist, er fotografiert aber vor allem in der Schweiz. Bei seinen Touren sei er meistens alleine unterwegs, sagt er. Dabei überlässt er Nichts dem Zufall:«Für meine Aufnahmen bin ich sehr zielorientiert unterwegs. Man muss die Tiere und deren Lebensraum gut kennen um sie vor die Linse zu kriegen.»

Hat Roman sein tierisches Model gefunden, beginnt der schwierige Teil aber erst. Für seine Makro-Aufnahmen muss er sehr nahe ans Tier ran, ohne es zu verschrecken. «Ich fotografiere nur lebendige Tiere. Wenn sie sich bewegen, ist es schwer, sie gut abzulichten.» Für die einzigartigen Aufnahmen Romans schiesst er von jedem Objekt mehrere Bilder mit unterschiedlichen Schärfe-Ebenen. Am Computer legt er dann die Bilder übereinander und kreiert damit seinen unvergleichlichen Look. Focusstacking nennt man diese Technik. Bis ein Bild fertig ist, könne es gut ein paar Stunden dauern, meint Roman.

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21 Kommentare
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Ruth M.

17.05.2020, 08:44

Ich beobachte von blossem Auge viele Tiere in Haus und Garten. Viele trage ich dann wieder hinaus in die freie Natur. Einfach nur schöne Bilder.

Alfons Z.

17.05.2020, 06:41

Wer mit seinen Mitmenschen nicht gut zurechtkommt, tendiert dazu, Tiere zu vermenschlichen. Das ist zwar eigentlich gut, aber irgendwie eine Art Flucht, vermute ich.

Pfefferminze

17.05.2020, 06:37

Habe gestern in der Wohnung eine Kräuseljagt Spinne gefunden und mich sehr gefreut die bekommt nun einen Nahmen und wird gefüttert. Grosse Spinnen dürfen bei uns bleiben und bekommen Nahmen das war schon so als die Kinder noch klein waren auch wir Frauen haben davor keine Angst.