Rimini: Vergewaltiger müssen über 9 Jahre in Haft
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RiminiVergewaltiger müssen über 9 Jahre in Haft

Drei Beteiligte der Gruppenvergewaltigung in Rimini müssen hinter Gitter. Die Tat löste in Italien eine Welle ausländerfeindlicher Angriffe aus.

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sep
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Brutaler Übergriff: Am Strand von Rimini liegt ein Paar Flip Flops, wo ein polnisches Paar angegriffen wurde.

Brutaler Übergriff: Am Strand von Rimini liegt ein Paar Flip Flops, wo ein polnisches Paar angegriffen wurde.

Keystone
Gruppenvergewaltigung in Rimini: Die Polizei verhaftet einen der Täter. (2. September 2017)

Gruppenvergewaltigung in Rimini: Die Polizei verhaftet einen der Täter. (2. September 2017)

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Ein letzter Tatverdächtiger, ein 20-jähriger Kongolese, wurde mittlerweile gefasst (Bild). Zuvor hatten sich drei Männer nigerianischer und marokkanischer Herkunft selbst gestellt.

Ein letzter Tatverdächtiger, ein 20-jähriger Kongolese, wurde mittlerweile gefasst (Bild). Zuvor hatten sich drei Männer nigerianischer und marokkanischer Herkunft selbst gestellt.

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Ein halbes Jahr nach einer aufsehenerregenden Doppelvergewaltigung im italienischen Urlaubsort Rimini sind drei Beteiligte zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Minderjährigen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren bekamen vor dem Jugendgericht in Bologna eine Strafe von neun Jahren und acht Monaten.

Dies berichteten italienische Nachrichtenagenturen am Donnerstag. Der Anwalt zweier verurteilter Brüder kündigte Berufung an, da die Strafe seiner Ansicht zu hoch ist. Die Jugendlichen hätten Reue gezeigt.

16 Jahre Haft für Haupttäter

Die Teenager hatten im August ein polnisches Paar angegriffen und die Frau vergewaltigt. Später vergewaltigten sie auch eine Transgender-Prostituierte aus Peru.

Der 20 Jahre alte Haupttäter war zuvor schon zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Alle Verurteilten stammen aus dem Ausland. Berichte über die Taten hatten in der italienischen Öffentlichkeit ausländerfeindliche Ressentiments geschürt.

Erst am vergangenen Wochenende hatte ein Italiener aus rassistischen Gründen in der Stadt Macerata auf mehrere Afrikaner geschossen. Grund soll der Tod einer 18-Jährigen gewesen sein, die zerstückelt in zwei Koffern gefunden worden war. Zunächst wurde einem Nigerianer der Mord angelastet, der Vorwurf wurde mittlerweile allerdings fallengelassen. (sep/sda)

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