Nach Abschiebung: Vergewaltigte Libyerin reist in die USA aus
Aktualisiert

Nach AbschiebungVergewaltigte Libyerin reist in die USA aus

Iman al-Obeidi ist gemäss eigenen Aussagen von Schergen Gaddafis vergewaltigt worden. Sie flüchtete nach Katar, von wo sie wieder nach Libyen abgeschoben wurde. Jetzt hat sie das Land verlassen.

Iman al Obeidi kann endlich weg aus Libyen.

Iman al Obeidi kann endlich weg aus Libyen.

Die mutmasslich von Gaddafi-Anhängern vergewaltigte Iman al-Obeidi ist aus Libyen in die Vereinigten Staaten ausgereist. Die Schwester der Frau, Marwa al-Obeidi, sagte, Iman al-Obeidi sei am frühen Sonntag aus der von Rebellen kontrollierten Stadt Bengasi ausgeflogen worden. Sie sei mithilfe einer Menschenrechtsorganisation und der US-Aussenministerin Hillary Clinton zusammen mit ihrem Vater in einem Privatflugzeug über Malta und Österreich in die USA gebracht worden.

Iman al-Obeidi hatte Journalisten am 26. März von ihrer Vergewaltigung durch Soldaten des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi berichtet. Danach war sie vor laufenden Kameras von Wachleuten weggeschleppt worden. Al-Obeidi flüchtete zunächst nach Tunesien und später nach Katar, von wo sie in der vergangenen Woche in die libysche Rebellenhochburg Bengasi abgeschoben wurde.

Iman al-Obeidi im Interview bei Channel 4 News am 15. Mai 2011 (mit englischen Untertiteln):

(Video: YouTube.com/Channel 4 News) (dapd)

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