17.06.2020 11:53

Riehen BSVergiftete Hündin – «hoffentlich wird der Dreckskerl erwischt!»

Letzten Freitag wurde die Chihuahua-Hündin Luna in Riehen BS vergiftet und wäre beinahe gestorben. Derweil warnt das Veterinäramt Basel-Stadt vor sorgfältig präparierten Giftködern. Betroffen sind aber nicht nur Hunde.

von
Manuela Humbel
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Letzten Freitag wurde die Chihuahua-Hündin Luna sehr wahrscheinlich durch ein Stück Brot vergiftet, das auf dem Boden in Riehen BS bei der Käppeligasse lag.

Letzten Freitag wurde die Chihuahua-Hündin Luna sehr wahrscheinlich durch ein Stück Brot vergiftet, das auf dem Boden in Riehen BS bei der Käppeligasse lag.

Leser-Reporter/Martina Cuni
Kurze Zeit nach dem Spaziergang musste sich die Hündin übergeben und wurde bewusstlos.

Kurze Zeit nach dem Spaziergang musste sich die Hündin übergeben und wurde bewusstlos.

Leser-Reporter/Martina Cuni
Sie wurde in eine Tierklinik gebracht und musste dort stationär behandelt werden. Anfangs war noch unklar, ob die 1,5-Kilo-leichte Hündin durchkommen wird.

Sie wurde in eine Tierklinik gebracht und musste dort stationär behandelt werden. Anfangs war noch unklar, ob die 1,5-Kilo-leichte Hündin durchkommen wird.

Leser-Reporter/Martina Cuni

Darum gehts

  • Letzten Freitag wurde die Chihuahua-Hündin Luna in Riehen BS vergiftet.
  • Das baselstädtische Veterinäramt warnt jetzt vor präparierten Wurstscheiben.
  • Halter sollen ihre Tiere gut beobachten und bei Verdacht einer Vergiftung umgehend ihren Tierarzt aufsuchen, warnt das Veterinäramt.
  • Von den Giftködern sind wahrscheinlich auch Vögel betroffen.

«Achtung Giftköder!», warnen viele Hundefreunde in verschiedenen Facebook-Gruppen der Region Basel. Geteilt wird ein Beitrag des Veterinäramts Basel-Stadt: Vergangene Woche wurden in Riehen BS bei der Käppeligasse sorgfältig präparierte Wurstscheiben aufgefunden. Darüber gestreut: blaue Giftkörner.

«Zum Kotzen!» schreibt jemand wütend. Ein anderer: «So ein gestörtes Schwein, hoffentlich erwischt den Dreckskerl mal jemand!» Martina Cuni kommentiert dort: «Luna gehts langsam wieder besser. Hoffe, dass es kein anderes Tier erwischt.» Ihre Hündin wurde am Freitag durch Giftköder vergiftet.

«Mit einem Stück Brot», sagt sie auf Anfrage von 20 Minuten. «Ich hatte sie an der Leine, aber trotzdem konnte sie das Brot ruckzuck runterschlucken», erzählt sie. Zu Hause habe sie dann gemerkt, wie es ihrer Luna immer schlechter gegangen sei: «Sie hatte Durchfall und musste sich übergeben.» Später wollte Luna plötzlich nach draussen, wo sie sich nochmals übergeben musste. «Dann ist sie zusammengebrochen und wurde bewusstlos.»

Es war unklar, ob Luna durchkommen würde

Ihre Hündin musste über das Wochenende in der Tierklinik bleiben. Anfangs war noch nicht klar, ob sie durchkommen würde. Luna habe die ganzen Tage am «Tropf» bleiben müssen, «sie hat ja nur 1,5 Kilo», so Cuni. «Das Kalzium war im Keller, sie zitterte und war noch sehr reduziert.»

Bereits vor zwei Wochen fielen Cuni und ihrem Mann auf einem Spaziergang mehrere tote Vögel auf. «Schon das fanden wir komisch, dachten uns zuerst aber nicht viel dabei», so Cuni. Dann plötzlich, seien sie auch auf eine tote Krähe gestossen. «Wir vermuteten dann, dass es jemand vielleicht auf die Krähen abgesehen hat, die sich in Massen auf zwei Bäume bei unserer Wohnung aufhalten. Die machen in der Nacht einen massiven Lärm.»

Bei Verdacht einer Vergiftung umgehend einen Tierarzt aufsuchen

Der Post des Veterinäramts lässt aber einen Hunde- oder Katzenhasser vermuten. «Das ist so traurig», sagt Cuni. «Ich weiss nicht, was in solchen Menschen vor sich geht. Man will sich gar nicht vorstellen, wie die Tiere leiden. Meine Luna ist jetzt noch schlapp von dem Vorfall.»

Luna hat gerade noch Glück gehabt und ihr Frauchen ist mit ihr rechtzeitig zum Tierarzt gegangen. Tatsächlich sind aber auch Vögel von der Aktion betroffen. Denn wie Cuni in einem neuen Beitrag am Mittwoch auf Facebook informiert, ist eine Elster bei der Käppeligasse in Riehen BS mit Wurst im Schnabel weggeflogen. Das Gift könne jetzt überall verteilt sein. «Passt auf eure Hunde auf!», warnt sie.

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83 Kommentare
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Farwell

18.06.2020, 07:01

Der Hund sieht ja schrecklich aus nach diesem fiesen Anschlag! Hoffentlich setzen ihn die Besitzer nicht wieder aus!

Felix

18.06.2020, 02:42

Wer in eine frische Hundescheisse tritt, hat ein wenig Verständnis für den Täter. Wenn sich alle Hundehalter korrekt verhalten würden ... vielleicht ist der Hund ein lästiger Kläffer, der ein halbes Quartier belästigt? Oder er hat jemand ans Bein gepisst ...

Liz Ortecha

17.06.2020, 15:17

Also mein Hund frisst nur das, was ich Ihm persönlich reiche. Es würde Ihm NIE in den Sinn kommen, etwas vom Boden zu fressen was während des Spaziergangs einfach so herumliegt. Liebe Hundehalter: Das hat mit Erziehung zu tun!