Verhageltes Wochenende
Aktualisiert

Verhageltes Wochenende

Mehrere Hagelzüge haben vergangenes Wochenende Millionenschäden an landwirtschaftlichen Kulturen verursacht. Der Hagelzug von Anfangs Juli hat sich zudem im Nachhinein als Rekord entpuppt.

Insgesamt muss die Schweizerische Hagelversicherung Schäden von 30 Millionen Franken begleichen.

Bei der Hagelversicherung gingen bis am Montagvormittag rund 800 Schadensmeldungen über die Hagelzüge des Wochenendes ein, wie Pressesprecherin Yvonne Torriani auf Anfrage sagte. Bei den Gewittern in der Nacht auf Freitag waren vor allem Gebiete am westlichen Genferseeufer sowie das Emmental betroffen. Eine Nacht später litten Kulturen in der Region Winterthur, in Appenzell und im Aaretal. Neben den Weinbauern am Genfersee meldeten auch diverse Gärtnereien, Gemüseanbauer und Tabakpflanzer Schäden.

Weiter hat sich laut Torriani der Schaden nach dem grossen Hagelzug vom vergangenem 8. Juli inzwischen auf rund 30 Millionen Franken vergrössert. Wenige Tage nach dem Hagelzug war noch von rund sieben Millionen Franken die Rede gewesen. Mit 6.800 Schadensmeldungen sei auch ein neuer Rekord verzeichnet worden. Der bisherige Höchststand war nach einem Hagelzug im Jahr 1994 mit 6.100 Schadensmeldungen erreicht worden. Der Hagelzug, der Anfangs Monat quer durch das ganze Mittelland zog, habe ausgesprochen viele und grosse Schäden hervorgerufen. Trotz diesem ausserordentlichen Ereignis sei das Jahr übers Ganze gesehen bisher nicht besonders hagelreich gewesen, sagte Torriani weiter.

Die Gewitter in der Nacht auf Montag waren laut Angaben von MeteoSchweiz relativ harmlos. Für die ganze Woche müsse immer wieder mit feuchten Staffeln und einzelnen Gewittern gerechnet werden. Hagelzüge seien nicht ganz auszuschliessen, die Gewitterfronten würden allerdings nicht mehr so stark wie am vergangenen Wochenende ausfallen. (dapd)

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