Aktualisiert 21.07.2009 09:23

Schweinegrippe

Verhaltensregeln für den Ernstfall

Die rasante Ausbreitung der Schweinegrippe beunruhigt - unmittelbar betroffen ist die Schweiz aber (noch) nicht: Doch wie müssten wir uns verhalten, wenn sich das Virus hierzulande verbreiten würde?

von
Runa Reinecke

Vorbeugen ist bekanntlich besser als heilen: Eine Weisheit, die bei jeder Grippewelle oder anderen gefährlichen Infektionskrankheiten brandaktuell wird. Besonders älteren und chronisch Kranken wird jährlich eine Impfung empfohlen, die immer drei der am häufigsten auftretenden Grippetypen abdeckt (weitere Informationen finden Sie hier). Die eigentliche Grippewelle haben wir in dieser Saison eigentlich hinter uns, doch seit vergangenem Freitag sorgen Meldungen des WHO für grosse Beunruhigung. Ein zuvor nur unter Schweinen auftretendes Grippevirus ist auf den Menschen übergesprungen.

«Impfstoff in frühestens vier bis sechs Monaten»

Bisher forderte der Erreger des Typs H1N1 weltweit vermutlich 103 Todesopfer. Einen Impfstoff gibt es nicht – noch nicht: «Die Experten der WHO sind zur Zeit daran, einen solchen zu entwickeln. Dies dauert in der Regel vier bis sechs Monate», erklärt Tobias Eckert, Spezialist für übertragbare Krankheiten des BAG.

Vorsicht ist geboten!

Besonders Reisende, die gerade aus Mexiko zurückgekehrt sind, sollten achtsam sein. Bei grippetypischen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und/oder Schüttelfrost sollte umgehend ein Arzt aufgesucht und der direkte Kontakt zu Mitmenschen vermieden werden. Je früher die Influenza erkannt wird, desto besser: Denn nur unmittelbar nach Auftreten der ersten Symptome besteht die Möglichkeit, mit Medikamenten wie Tamiflu und Relenza in den möglicherweise tödlichen Verlauf der Schweinegrippe einzugreifen.

Schweinegrippe: Was wäre wenn?

Von Notfallszenarien wie Evakuierungen und Quarantänestationen kann hierzulande (noch lange) nicht die Rede sein. Trotzdem ist es gut zu wissen, wie man sich im Ernstfall verhalten muss, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Einige Tipps dazu finden Sie in der Bildstrecke oben.

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