Aktualisiert 18.07.2011 17:56

Doktor Sex

«Verhüten mit einer Kupferspirale?»

Yolanda hat zum ersten Mal von der Kupferspirale gehört. Nun möchte sie wissen, wie sie funktioniert und ob dabei auch Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Frage von Yolanda (18) an Doktor Sex: Ich habe neulich gehört, dass man mit einer Kupferspirale verhüten kann. Wie funktioniert diese und was sind mögliche Nebenwirkungen?

Antwort von Doktor Sex:

Liebe Yolanda

Die Spirale besteht aus einem T-förmigen Kunststoffstab, dessen Schaft mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Ein dünner Faden dient zur späteren Entfernung der Spirale. Sie muss von einem Arzt bzw. einer Ärztin durch den Muttermund in die Gebärmutter eingesetzt werden, wo sie ca. 5 Jahre verbleiben kann.

Die genaue Wirkungsweise ist nicht endgültig geklärt. Man geht davon aus, dass sich durch das Kupfer der Schleim am Muttermund sowie der Gebärmutterschleim verändert und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gestört wird. Dadurch haben es Spermien schwerer, zur Eizelle vorzudringen und eine trotzdem befruchtete Eizelle kann sich nicht einnisten.

Die Kupferspirale kann eine Verstärkung der Monatsblutung und Regelschmerzen zur Folge haben. Bei der Einlage besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen.

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