Luxuswohnungen: Verkauf in den Hochhäusern harzt
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LuxuswohnungenVerkauf in den Hochhäusern harzt

Im Mobimo-Tower wurde seit August keine Wohnung mehr verkauft – ein Drittel steht leer. Auch andere Hochhäuser finden nur mit Mühe Käufer für ihre teuersten Objekte.

von
Roman Hodel
Diese Wohnung mit eindrucksvoller Aussicht im Mobimo-Tower in Zürich-West ist noch zu haben. (Foto: Keystone)

Diese Wohnung mit eindrucksvoller Aussicht im Mobimo-Tower in Zürich-West ist noch zu haben. (Foto: Keystone)

Bei der Eröffnung des Mobimo-Towers im August verkündete die Bauherrin stolz, dass zwei Drittel der 53 Luxus-Wohnungen verkauft seien. Seither blieb man auf dem Rest sitzen. «Wir sind aber mit mehreren Interessenten in den Endverhandlungen», so Mobimo-Projektleiter Marc Pointet. Er sei überrascht darüber, dass die Eröffnung nicht mehr Schub brachte: «Eine gewisse Zurückhaltung der Käufer aufgrund der wirtschaftlichen Situation ist spürbar.» Zu haben sind einzig noch Appartements für 3 bis 6 Millionen Franken. Pointet: «Dafür ist die Zielgruppe halt nicht riesig.»

Das spürt auch die Konkurrenz: Beim 2013 bezugsbereiten Wohnturm Black Löwenbräu sind zwar 50 der 58 Wohnungen verkauft, doch die teuersten, etwa im Penthouse, warten noch auf Käufer. «Wir finden bestimmt jemanden – der Verkauf von Luxuswohnungen braucht Zeit», sagt Makler Rolf Belser. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim 2014 fertigen Hard Turm Park, wo bereits zwei Drittel der 121 Wohnungen verkauft wurden: Die teuersten Objekte für bis zu 4,6 Millionen Franken in den Etagen 23 und 24 sind noch frei. «Man weiss, dass sich die Konjunktur in den nächsten Monaten in der Tendenz verschlechtern wird – es wird sicher nicht einfacher, diese Art von Wohnungen zu vermarkten», sagte Urs Hausmann von Wüest & Partner gegenüber «10 vor 10».

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