Aktualisiert 13.01.2014 19:42

BrückencrashVerkehrschaos beruhigt sich nur langsam

Der Brückenunfall auf der A1 hat auch Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr. Das Busnetz in der Region ist zusammengebrochen. Die SBB steigern ihre Kapazitäten.

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hvw/bee/pat

Der Unfall auf der A1 zwischen Mägenwil und Baden-West sorgt für ein Verkehrschaos: Auf der Autobahn in Richtung Bern zwischen Würenlos und der Ausfahrt Birmenstorf herrscht Stau. Die Kantonalstrassen im Grossraum Baden sind überlastet, es herrscht vielerorts stockender Verkehr.

Auswirkungen hat der Brückencrash auch auf die Busverbindungen. An den Busbahnhöfen in der Gegend Baden-Brugg warten die Leute vergebens, wie «Tages-Anzeiger.ch» schreibt. Das komplette Bus- und Postautonetz sei zusammengebrochen, weil stehende Autokolonnen die Strassen für den öffentlichen Verkehr blockierten.

Der Abschnitt zwischen Mägenwil und Baden-West ist nach dem Brückenunfall wieder beidseitig befahrbar. Die Kantonspolizei Aargau kann aber nicht sagen, wie lange es dauert, bis sich der Stau vollständig aufgelöst hat. Es könnte noch Stunden dauern, bis der Verkehr wieder normal fliesst. Sie geht davon aus, dass sich das Verkehrschaos nur langsam auflöst.

Interregio-Zügen wurden Extrawagen angehängt

Auf der Strecke Zürich - Olten wurden den Interregio-Zügen der SBB in beide Richtungen etwa sechs Extrawagen angehängt, um den Engpass auf der Strasse zu überbrücken. «Unsere Züge waren gut ausgelastet», sagt Franziska Frei, Mediensprecherin der SBB. Extrazüge waren nicht notwendig. Auch am Dienstagmorgen werden den Zügen auf dieser Strecke vorsichtshalber zusätzliche Wagen angehängt. Falls notwendig, stünden die Extrazüge innert 15 Minuten bereit.

Wie auf solche Verkehrskrisen reagiert wird, arbeitet die Verkehrsmanagement-Zentrale zusammen mit den Kantonspolizeien aus. «In Verkehrsmanagementplänen haben wir Massnahmen definiert, wie auf eine Teil- oder Totalsperrung auf den Nationalstrassen reagiert wird», so Dreier.

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