Aktualisiert 06.02.2014 10:18

U-Bahn-Streik

Verkehrschaos in London

Millionen von Berufspendlern mussten auf hoffnungslos überfüllte Busse, das Auto oder das Velo umsteigen. Wegen eines Streiks waren drei von elf U-Bahn-Linien geschlossen.

Noch bis Donnerstagabend fallen die meisten U-Bahnen in London aus.

Noch bis Donnerstagabend fallen die meisten U-Bahnen in London aus.

Die Strassen der Stadt waren während des morgendlichen Berufsverkehrs völlig verstopft. Gleichzeitig kam es wegen Sturms und heftiger Regenfälle zu Verspätungen im Fernbahnverkehr.

Mit dem 48-stündigen Streik, der bis Donnerstagabend dauern soll, protestieren die Gewerkschaften RMT und TSSA gegen die geplante Schliessung sämtlicher 278 Ticket-Verkaufsschalter bei der Londoner U-Bahn, was den Verlust von mehr als 950 Arbeitsplätzen bedeutet.

Streik sei ungerechtfertigt und unnütz

Londons Stadtpräsident Boris Johnson verurteilte den Streik als «total ungerechtfertigt und unnütz». Es sei «erschreckend», dass eine «kleine Minderheit von Gewerkschaftsmitgliedern» das Arbeitsleben von Millionen von Londonern zum Erliegen bringe. Die Automatisierung des Ticketverkaufs erlaube Einsparungen von 50 Millionen Pfund (rund 74 Mio. Franken) im Jahr.

Sollte es keine Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern geben, ist für die kommende Woche ein weiterer 48-stündiger Streik geplant. Täglich fahren rund drei Millionen Menschen mit der Londoner «Tube». (sda)

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