Verkehrsentlastung im Knonaueramt
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Verkehrsentlastung im Knonaueramt

Eines der Kernstücke der Zürcher Westumfahrung soll vorangetrieben werden: Der Zürcher Regierungsrat hat ein ganzes Paket von flankierenden Massnahmen für das Knonaueramt projektiert.

Im Zentrum steht die Verkehrsentlastung der betroffenen Gemeinden.

Die Zücher Regierung beauftragte nun die Baudirektion mit dem Projekt. Die Eröffnung der neuen Autobahn N4 ist im Jahr 2010 geplant. Bis dahin sollen die Massnahmen umgesetzt sein, wie Regierungssprecherin Susanne Sorg am Donnerstag vor den Medien in Zürich sagte. «Das ist ein sehr ambitiöses Ziel.»

Der Bund, der Kanton und die Gemeinden investieren gemeinsam rund 44 Millionen Franken. Gemäss der Regierungssprecherin trägt der Bund rund zwei Drittel der Kosten.

Ortsumfahrung geplant

Im Zentrum der Planungsarbeiten steht eine Ortsumfahrung für Obfelden und Ottenbach. Die beiden Gemeinden liegen unmittelbar an der Autobahnausfahrt Affoltern am Albis. Mit der Umfahrung sollen sie nachhaltig vom Verkehr entlastet werden. «Die bestehende Infrastruktur mag den Verkehr nicht schlucken», sagte Sorg.

Mit der neuen Autobahn wird es nämlich nicht weniger Verkehr geben, im Gegenteil: Vor allem auf den Zubringern erwartet die Regierung zusätzliches Verkehrsaufkommen. Zudem wurde berechnet, dass bis ins Jahr 2020 bis zu 30 Prozent mehr Einwohner in dieser Gegend leben werden.

Moor von nationaler Bedeutung

Im Rahmen des Projekts soll im Frühling 2005 zudem eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden, um allfällige Konflikte mit Landschafts- und Naturschutzobjekten aufzuzeigen. In der betreffenden Gegend liegt nämlich ein Moor von nationaler Bedeutung.

Neben der Ortsumfahrung sind ausserdem bauliche und verkehrslenkende Massnahmen im Raum Bonstetten/Wettswil, Hedingen, Affoltern und in Mettmenstetten vorgesehen. Geplant sind dort vor allem Lichtsignalanlagen, spezielle Spuren für Busse sowie sichere Wege für die Fussgänger.

(sda)

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