Verkehrshaus: Direktor Daniel Suter will bleiben
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Verkehrshaus: Direktor Daniel Suter will bleiben

Die Konsequenzen nach dem Hiflyer-Unglück tragen die Piloten. In der Verkehrshaus-Führung sollen keine Köpfe rollen.

«Ich habe meinen Rücktritt angeboten, doch mein Chef lehnte ab», sagt Verkehrshaus-Direktor Daniel Suter. Für ihn ist das Thema Rücktritt vorläufig vom Tisch. Suters Chef ist der Urner Ex-Nationalrat Franz Steinegger, er ist Präsident des Vereins Verkehrshaus. Steinegger: «Ich hielt nichts vom Angebot Suters.» Ein Rücktritt, so Steinegger, habe nichts mit Verantwortung zu tun.

«Man übernimmt doch nicht Verantwortung, indem man sich wegschleicht. Dies würde lediglich ein psychologisches Zeichen setzen, das letztlich zu nichts führt.» Daniel Suter übernahm für den Hiflyer-Unfall «die moralische Verantwortung», wie er sagte.

Personelle Konsequenzen hatte der Unfall jedoch für die Piloten. Suter: «Sieben mussten wir mangels Arbeit entlassen.» Zudem muss der Unfall-Pilot mit einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung rechnen. Suter wehrt sich gegen den Vorwurf der untersuchenden Beamten, die Ballone seien meist überladen gewesen: «Die zugelassene Personenzahl ist von der Windstärke abhängig, maximal sind es 30 Personen.» Am Unfalltag seien die Windverhältnisse falsch eingeschätzt worden. Suter: «Es war nicht eine Windruhe, sondern die Ruhe vor dem Sturm.»

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