Verkehrshaus nach Flaute wieder auf Kurs
Aktualisiert

Verkehrshaus nach Flaute wieder auf Kurs

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern hat 2004 gegen 780.000 Besucherinnen und Besucher gezählt.

Das sind rund acht Prozent mehr als in der grossen Flaute des Vorjahres mit dem Jahrhundertsommer, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Der Hiflyer-Ballon soll trotz des tödlichen Unfalls dereinst wieder in die Lüfte steigen.

Museumsdirektor Daniel Suter zeigte sich mit dem letzten Betriebsjahr insgesamt zufrieden. Er wies aber darauf hin, dass die erreichten Besucherzahlen erst durchschnittlich seien. Die Erosion der Vorjahre sei immerhin aufgefangen worden. 778.934 Menschen wählten im Berichtsjahr das meistbesuchte Museum der Schweiz als Ausflugsziel, 56.689 mehr als im Vorjahr.

In Kürze stehen nun laut Suter wichtige Vorentscheide für die Finanzierung der ambitiösen Bauvorhaben zum 50-Jahre-Jubiläum im Jahr 2009 an. Im März soll die Öffentlichkeit näher informiert werden. Die Direktion erinnert auch an das tragische Unglück mit dem Hiflyer-Ballon vom vom 23. Juli 2004. Eine indische Touristin starb und zwölf weitere Menschen wurden verletzt, als eine Böe den Ballon gegen eine Halle drückte. Nach Vorliegen des Unfallberichts will die Direktion alles daran setzen, die Publikumsattraktion mit allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen wieder in Betrieb zu nehmen.

Im laufenden Jahr ist das Verkehrshaus Gast am Genfer Autosalon und wird dort mit einer Weltpremiere aufwarten. So werden erstmals die drei Tatra-Modelle 77, 87 und 97 aus den Jahren 1934 bis 1953 zusammen gezeigt. Die stromlinienförmigen Wagen des einstigen tschechoslowakischen Autobauers sind Marksteine in der Entwicklung des Autodesigns. Ab dem 25. März folgt im Verkehrshaus die mehrmonatige Sonderausstellung «A.U.T.O.- Leidenschaft auf 4 Rädern», die die bewegte Geschichte des Autos und des Genfer Salons zeigt. (dapd)

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