Bestraft und gebüsst: Verkehrskadett angefahren und bedroht
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Bestraft und gebüsstVerkehrskadett angefahren und bedroht

Der 21-jährige Autolenker ist am Dienstag zu einer bedingten Geldstrafe und Busse verurteilt worden. Er hatte einen 14-jährigen Verkehrskadetten angefahren und bedroht.

Der junge Verkehrskadett ist nicht vor Gericht erschienen. Gemäss seinem Vater habe er seit dem Zwischenfall Alpträume und könne nicht mehr als Verkehrskadett arbeiten.

Der junge Verkehrskadett ist nicht vor Gericht erschienen. Gemäss seinem Vater habe er seit dem Zwischenfall Alpträume und könne nicht mehr als Verkehrskadett arbeiten.

Am Nachmittag des 17. August 2013 war der 21-jährige Lenker mit seinem Auto am Letzipark vorbeigefahren. Ein 14-jähriger Verkehrskadett gab ihm mit seinem Stock unmissverständlich das Zeichen zum Anhalten. Darauf reagierte der Beschuldigte äusserst ungehalten. Laut Anklage fuhr der gelernten Bodenleger mit seinem VW Golf auf den Jugendlichen los, bis er ihn leicht am Schienbein touchierte. Dann sprang er wütend aus dem Auto und schrie den Jugendlichen an, er solle sich «verpissen», er bringe ihn um.

Erschrocken und verängstigt wich der Verkehrskadett aufs Trottoir aus, worauf der Beschuldigte wieder ins Auto stieg und - so die Anklage - «mit quietschenden Reifen» davonbrauste. Weil Verkehrskadetten ungeachtet ihres jugendlichen Alters als Beamte gelten, wurde der 21-Jährige der Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 30 Franken. Zudem muss der Schweizer 200 Franken Busse zahlen.

Augenzeugen bestätigten den Vorfall

Der Beschuldigte selbst hatte die Vorwürfe weit von sich gewiesen. Sein Verteidiger verlangte denn auch einen Freispruch. Das Gericht erachtete jedoch die Schilderungen des Teenagers als glaubhaft. Er hätte auch gar keinen Grund, Unwahrheiten zu erzählen. Seine Aussagen wurden zudem von einem Augenzeugen bestätigt.

Vater des 14-Jährigen fordert Genugtuung

Der Schüler war nicht vor Gericht erschienen. Dagegen war sein Vater zugegen. Er fordert für seinen Sohn Genugtuung von 3500 Franken und 500 Franken Schadenersatz. Seit dem Zwischenfall habe er Alpträume und könne nicht mehr als Verkehrskadett arbeiten - eine Tätigkeit, die er sehr geliebt habe und mit der er sich ein paar hundert Franken Sackgeld im Jahr verdient habe. (sda)

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