Stadt Bern: Verkehrsschilder werden abgelichtet
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Stadt BernVerkehrsschilder werden abgelichtet

Der Geograf Simon Bratschi ist zurzeit für das Tiefbauamt kreuz und quer durch Bern unterwegs – seine Mission: über 11000 Schilder in der Stadt zu fotografieren.

von
Nina Jecker
Knipst im Akkord: Simon Bratschi schiesst Fotos von allen Schildern der Stadt Bern. Foto: nora camenisch

Knipst im Akkord: Simon Bratschi schiesst Fotos von allen Schildern der Stadt Bern. Foto: nora camenisch

Es ist eine Herkulesaufgabe, die der studierte Geograf ­Simon Bratschi in Angriff genommen hat. Mit Kamera und Signalweste ausgerüstet, zieht der Mann vom städtischen Tiefbauamt durch Bern, knipst Verkehrsschilder und überprüft dazugehörige Daten wie Aufschrift und Konstruktionstyp. «Die Aufgabe wird wohl noch rund ein Jahr in Anspruch nehmen», schätzt Bratschi. Und er ist bereits seit letztem Herbst auf Foto-Tour.

Losgeschickt wurde er von seinem Vorgesetzten Stephan Meyer. Der Leiter Signalisation erklärt, worum es bei der Knipserei geht: «Die Fotos sind für eine Datenbank.» Dort sollen die Schilder aller 11 000 Standorte in der Stadt mit Infos wie etwa Konstruktionstyp, Aufschrift, Datum der öffentlichen Publikation und Montage schnell abrufbar sein. «Wenn ein Bürger meldet, dass ein Schild beschädigt wurde, müssen wir nicht erst hinfahren, bevor wir ein neues bestellen können», erklärt Meyer die Vorzüge der Datensammlung, die nun erstmals seit 15 Jahren aktualisiert wird. Zudem könne bei Beschwerden etwa gegen Parkbussen rasch geklärt werden, ob das Verbotsschild zum fraglichen Zeitpunkt schon montiert war.

Bratschi hilft gerne, die nötigen Daten zu erheben: «Das ist eine gute Abwechslung zum Bürojob.»

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