Wiederholungstäter: Verkehrssünder muss Schweiz verlassen
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WiederholungstäterVerkehrssünder muss Schweiz verlassen

Er fuhr immer wieder zu schnell, ohne Fahrausweis und in fahruntüchtigem Zustand - unter anderem. Nun hat der Mann 30 Tage Zeit, in die Türkei zurückzukehren.

von
woz
Der Türke wurde mehrmals beim Autofahren ohne Ausweis erwischt. (Symbolbild)

Der Türke wurde mehrmals beim Autofahren ohne Ausweis erwischt. (Symbolbild)

Seit rund 20 Jahren lebt der Türke in der Schweiz. Jetzt muss er gehen. Das Kantonsgericht Baselland hat ihm am Mittwoch die Niederlassungsbewilligung entzogen – einstimmig mit fünf zu null Stimmen. Grund: Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz.

Von 2004 bis 2012 hatte er eine Verkehrsregel nach der anderen verletzt. So wurde er mehrmals wegen Fahrens trotz Ausweisentzugs, Fahrens in fahruntüchtigem Zustand oder Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit verurteilt, berichtet die «Basler Zeitung». Im Juni 2012 wurde er wegen Verstössen gegen das Strassengesetz, Diebstahls und Drohung und Tätlichkeit zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

«Kein Härtefall»

Das Migrationsamt entzog ihm daraufhin die Niederlassungsbewilligung, was vom Regierungsrat bestätigt wurde. Der 33-Jährige akzeptierte den Entscheid nicht und ging vor Gericht. Jedoch ohne Erfolg.

Das Kantonsgericht erachtete die Wegweisung nicht als unverhältnismässig. «Auch ein Härtefall liegt nicht vor», erklärte der Richter Markus Clausen. Der 33-Jährige habe immer noch Beziehungen in die Türkei. Er ging in seiner Heimat zur Schule und hat Militärdienst in der türkischen Armee geleistet.

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Wann droht Entzug der Niederlassungsbewilligung?

Eine Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn ein Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat.

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