Aktualisiert 01.10.2010 09:42

Bundesliga

Verkehrte Welt bei Dortmund - Bayern

Der Knüller der 7. Bundesliga-Runde steht unter einem anderen Stern als sonst. Für einmal ist der Gastgeber aus dem Ruhrpott und nicht der deutsche Rekordmeister Favorit.

von
Herbie Egli
Jubelnde Dortmunder vor ihrem frenetischen Heimpublikum. (Bild: Keystone)

Jubelnde Dortmunder vor ihrem frenetischen Heimpublikum. (Bild: Keystone)

Borussia Dortmund hat in der jungen Saison den besten Start der Vereinsgeschichte hingelegt. In den ersten sechs Spielen erspielte sich der BVB 15 Punkte, das Torverhältnis steht bei 16:5. Platz zwei in der Tabelle ist der verdiente Lohn dafür. Ganz anders die Bayern. Der Rekordmeister liegt nur auf Rang 9 und tut sich schwer. «Diese Konstellation ist schon eine besondere. Dortmund hat sich wirklich sehr gut entwickelt», zitiert die «tz» Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger.

Der Münchner Ausflug nach Dortmund wird für die Gäste sicher kein Spaziergang. Der Signal Iduna Park ist mit 80 000 Zuschauern ausverkauft und die einmalige Stimmung verwandelt das Stadion in ein Tollhaus. Getragen von den Fans und mit dem Lauf von fünf Siegen in Serie wird Dortmund nur schwer zu schlagen sein. Darauf angesprochen und mit der eigenen Situation konfrontiert sagt Bayern-Stürmer Ivica Olic zur «Bild»: «Wir müssen an unsere Grenzen gehen. Wenn wir verlieren, ist die Hölle los!» Dortmund musste am Donnerstag in der Europa League aber einen Dämpfer hinnehmen. Die Borussen verloren das Heimspiel gegen Sevilla 0:1.

Verliert Bayern den Anschluss?

Eine Niederlage hätte für die Münchner tatsächlich gravierende Folgen. Bayerns Rückstand auf Tabellenführer und Aufsteiger Mainz beträgt jetzt schon zehn Punkte. Verliert Bayern den Knüller gegen Dortmund und Mainz schlägt Hoffenheim, ist die Meisterschaft in weite Ferne gerückt. An der Säbener Strasse würde der Baum einmal mehr lichterloh brennen. Aber abgerechnet wird bekanntlich am Saisonende und Trainer Louis van Gaal muss nicht um seinen Job fürchten. Die Bayern haben mit ihm vor dem Champions-League-Spiel in Basel bis 2012 verlängert.

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