Zürichsee: Verlängerungs-Gesuch für «Floss» eingereicht
Aktualisiert

ZürichseeVerlängerungs-Gesuch für «Floss» eingereicht

Die Stadt Zürich macht den Betreibern des Seerestaurants «Floss» wenig Hoffnungen.

Es sei unwahrscheinlich, dass ihrem Verlängerungsgesuch stattgegeben werde. Für ein definitives See-Restaurant sieht sie ebenfalls kaum Chancen.

Die Betreiber der Seeplattform «Floss» haben gestern über 8000 Unterschriften sowie ein Verlängerungs-Gesuch für den Restaurant-Betrieb beim Bellevue eingereicht. Laut Norbert Müller, Stabschef des Zürcher Stadtpräsidenten, soll das Gesuch rasch behandelt werden.

«Es ist aber unwahrscheinlich, dass der Stadtrat seinen Entscheid vom Mittwoch widerrufen wird», sagt Müller. Der Stadtrat hatte vor zwei Tagen entschieden, dass der Betrieb der umfunktionierten Euro-VIP-Plattform definitiv nur bis am 3. August bewilligt wird. Allfällige Gesuche oder Petitionen für eine Verlängerung würden abgelehnt.

Keine Seebauten wegen Pfahlbauerdorf

Ebenfalls wenig Hoffnung macht Müller dem Architekten Walter Wäschle. Dieser hatte im «Tages-Anzeiger» von heute die Idee eines zweistöckigen Seerestaurants mit 300 Sitzplätzen lanciert. Bis jetzt liege kein offizielles Gesuch dafür vor, sagt Müller.

Es sei zudem «höchst unwahrscheinlich», dass ein solches Projekt gebaut werden könnte. Das Seebecken sei eine archäologische Schutzzone. An der Pfahlbauersiedlung auf dem Seegrund würden immer wieder Grabungen vorgenommen. Zudem werde das Seebecken jetzt schon sehr intensiv genutzt.

Wäschle hatte sein Projekt vor zehn Jahren schon einmal vorgestellt - ohne Erfolg. Die Stadt verwies damals auf das geplante Leitbild für das Zürcher Seebecken, das heute immer noch in Arbeit ist. Man überlege sich sehr genau, was mit dem Seebecken passieren solle, sagt Müller.

Wäschle selber plant nicht, sein Projekt noch offiziell einzureichen. «Ich hoffe nur, dass die Idee zu reden gibt, insbesondere bei den Politikern», sagt er.

Sein Architekturbüro war unter anderem für die Messe Zürich und die Sunrise-Türme in Oerlikon verantwortlich. Im Dezember lancierte er die Idee eines kombinierten Stadions für Eishockey und Fussball im Hardturm. (sda)

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